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Matthäus

 

Kapitel 1

1 Dies ist das Buch von der Geburt YESHUA HaMASHIACHS (Jesus Christus), der da ist ein Sohn Davids, des Sohnes Abrahams.

 

2 Abraham zeugte Isaak. Isaak zeugte Jakob. Jakob zeugte Juda und seine Brüder.

 

3 Juda zeugte Perez und Serah von Thamar. Perez zeugte Hezron. Hezron zeugte Ram.

 

4 Ram zeugte Amminadab. Amminadab zeugte Nahesson. Nahesson zeugte Salma.

 

5 Salma zeugte Boas von der Rahab. Boas zeugte Obed von der Ruth. Obed zeugte Jesse.

 

6 Jesse zeugte den König David. Der König David zeugte Salomo von der Frau des Uria.

 

7 Salomo zeugte Rehabeam. Rehabeam zeugte Abia. Abia zeugte Asa.

 

8 Asa zeugte Josaphat. Josaphat zeugte Joram. Joram zeugte Usia.

 

9 Usia zeugte Jotham. Jotham zeugte Ahas. Ahas zeugte Hiskia.

 

10 Hiskia zeugte Manasse. Manasse zeugte Amon. Amon zeugte Josia.

 

11 Josia zeugte Jechonja und seine Brüder um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft.

 

12 Nach der babylonischen Gefangenschaft zeugte Jechonja Sealthiel. Sealthiel zeugte Serubbabel.

 

13 Serubbabel zeugte Abihud. Abihud zeugte Abner, Abner zeute Eljakim. Eljakim zeugte Asor.

 

14 Asor zeugte Zadok. Zadok zeugte Achim. Achim zeugte Eliud.

 

15 Eliud zeugte Eleasar. Eleasar zeugte Matthan. Matthan zeugte Jakob.

 

16 Jakob zeugte Joseph, den Mann Marias, von welcher ist geboren Jesus/YESHUA, der da heißt Christus/HaMASHIACH.

 

17 Alle Glieder von Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder. Von David bis auf die Gefangenschaft sind vierzehn Glieder. Von der babylonischen Gefangenschaft bis auf HaMASHIACH sind vierzehn Glieder.

 

18 Die Geburt HaMASHIACH war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertraut war, fand sich's ehe er sie heimholte, daß sie schwanger war von dem RUACH HaKODESH.

 

19 Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.

 

20 Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel YEHOVAHS im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem RUACH HaKODESH.

 

21 Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du YESHUA heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden.

 

22 Das ist aber alles geschehen, auf daß erfüllt würde, was YEHOVAH durch den Propheten gesagt hat, der da spricht:

 

23 "Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen IMMANUEL heißen", das ist verdolmetscht: ELOHIM mit uns.

 

24 Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm Engel YEHOVAHS befohlen hatte, und nahm sein Gemahlin zu sich.

 

25 Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar; und hieß seinen Namen Jesus/YESHUA.

 

 

 

Kapitel 2

1 Da YESHUA geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen:

 

2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.

 

3 Da das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem.

 

4 Und ließ versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschte von ihnen, wo HaMASHIACH sollte geboren werden.

 

5 Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also steht geschrieben durch den Propheten:

 

6 "Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Juda's; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel YEHOVAH sei."

 

7 Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre,

 

8 und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kinder; wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, daß ich auch komme und es anbete.

 

9 Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stand oben über, da das Kinder war.

 

10 Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut

 

11 und gingen in das Haus und fanden das Kinder mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.

 

12 Und ELOHIM befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und sie zogen durch einen anderen Weg wieder in ihr Land.

 

13 Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel YEHOVAHS Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kinder und seine Mutter zu dir und flieh nach Ägyptenland und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kinder suche, dasselbe umzubringen.

 

14 Und er stand auf und nahm das Kinder und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach Ägyptenland.

 

15 Und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf daß erfüllet würde, was YEHOVAH durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: "Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen."

 

16 Da Herodes nun sah, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder zu Bethlehem töten und an seinen ganzen Grenzen, die da zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernt hatte.

 

17 Da ist erfüllt, was gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht:

 

18 "Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehört, viel Klagens, Weinens und Heulens; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen."

 

19 Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel YEHOVAHS Joseph im Traum in Ägyptenland

 

20 und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen.

 

21 Und er stand auf und nahm das Kindlein und sein Mutter zu sich und kam in das Land Israel.

 

22 Da er aber hörte, daß Archelaus im jüdischen Lande König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von ELOHIM und zog in die Örter des galiläischen Landes.

 

23 und kam und wohnte in der Stadt die da heißt Nazareth; auf das erfüllet würde, was da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarener heißen.

 

 

 

Kapitel 3

1 Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste des jüdischen Landes

 

2 und sprach: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

 

3 Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: "Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem YEHOVAH den Weg und macht richtig seine Steige!"

 

4 Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig.

 

5 Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze jüdische Land und alle Länder an dem Jordan

 

6 und ließen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sünden.

 

7 Als er nun viele Pharisäer und Sadduzäer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet?

 

8 Sehet zu, tut rechtschaffene Frucht der Buße!

 

9 Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: ELOHIM vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.

 

10 Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

 

11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem RUACH HaKODESH und mit Feuer taufen.

 

12 Und er hat seine Wurfschaufel in der Hand: er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer.

 

13 Zu der Zeit kam YESHUA aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm taufen ließe.

 

14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir?

 

15 YESHUA aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt also sein! also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's ihm zu.

 

16 Und da YESHUA getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf Über ihm. Und er sah den Geist ELOHIMS gleich als eine Taube herabfahren und über ihn kommen.

 

17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.

 

 

 

Kapitel 4

1 Da ward YESHUA vom Geist in die Wüste geführt, auf daß er von dem Teufel versucht würde.

 

2 Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn.

 

3 Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du ELOHIMS Sohn, so sprich, daß diese Steine Brot werden.

 

4 Und er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund ELOHIMS geht."

 

5 Da führte ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels

 

6 und sprach zu ihm: Bist du ELOHIMS Sohn, so laß dich hinab; denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln über dir Befehl tun, und sie werden dich auf Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

 

7 Da sprach YESHUA zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben: "Du sollst YEHOVAH ELOHEICH nicht versuchen."

 

8 Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit

 

9 und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest.

 

10 Da sprach YESHUA zu ihm: Hebe dich weg von mir Satan! denn es steht geschrieben: "Du sollst anbeten YEHOVAH ELOHEICHA, und ihm allein dienen. "

 

11 Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm und dienten ihm.

 

12 Da nun YESHUA hörte, daß Johannes überantwortet war, zog er in das galiläische Land.

 

13 Und verließ die Stadt Nazareth, kam und wohnte zu Kapernaum, das da liegt am See, im Lande Sebulon und Naphthali,

 

14 auf das erfüllt würde, was da gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht:

 

15 "Das Land Sebulon und das Land Naphthali, am Wege des Seees, jenseit des Jordans, und das heidnische Galiläa,

 

16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und die da saßen am Ort und Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen."

 

17 Von der Zeit an fing YESHUA an, zu predigen und zu sagen: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

 

18 Als nun YESHUA an dem Galiläischen See ging, sah er zwei Brüder, Simon, der da heißt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die warfen ihre Netze ins See; denn sie waren Fischer.

 

19 Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!

 

20 Alsbald verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.

 

21 Und da er von da weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff mit ihrem Vater Zebedäus, daß sie ihre Netze flickten; und er rief sie.

 

22 Alsbald verließen sie das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.

 

23 Und YESHUA ging umher im ganzen galiläischen Lande, lehrte sie in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte allerlei Seuche und Krankheit im Volk.

 

24 Und sein Gerücht erscholl in das ganze Syrienland. Und sie brachten zu ihm allerlei Kranke, mit mancherlei Seuchen und Qual behaftet, die Besessenen, die Mondsüchtigen und Gichtbrüchigen (Gelähmten); und er machte sie alle gesund.

 

25 Und es folgte ihm nach viel Volks aus Galiläa, aus den Zehn-Städten, von Jerusalem, aus dem jüdischen Lande und von jenseits des Jordans.

 

 

 

Kapitel 5

1 Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm,

 

2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:

 

3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.

 

4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

 

5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

 

6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.

 

7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

 

8 Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden ELOHIM schauen.

 

9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden ELOHIMS Kinder heißen.

 

10 Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr.

 

11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen.

 

12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

 

13 Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man's salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten.

 

14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.

 

15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind.

 

16 Also laßt euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

 

17 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.

 

18 Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe.

 

19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.

 

20 Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

 

21 Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: "Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Todes sterben. (der soll des Gerichts schuldig sein)"

 

22 Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig.

 

23 Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eingedenk, daß dein Bruder etwas wider dich habe,

 

24 so laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe.

 

25 Sei willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und wirst in den Kerker geworfen.

 

26 Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht weg herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest.

 

27 Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen."

 

28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.

 

29 Ärgert dich aber dein rechtes Auge, so reiß es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.

 

30 Ärgert dich deine rechte Hand, so haue sie ab und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.

 

31 Es ist auch gesagt: "Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr geben einen Scheidebrief."

 

32 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet (es sei denn um Ehebruch), der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

 

33 Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist: "Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst ELOHIM deinen Eid halten."

 

34 Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist ELOHIMS Stuhl,

 

35 noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel, noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt.

 

36 Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören, denn du vermagst nicht ein einziges Haar schwarz oder weiß zu machen.

 

37 Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

 

38 Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn."

 

39 Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar.

 

40 Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel.

 

41 Und so dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei.

 

42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will.

 

43 Ihr habt gehört, daß gesagt ist: "Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen."

 

44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen,

 

45 auf daß ihr Kinder seid eures Vater im Himmel; denn er läßt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.

 

46 Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner?

 

47 Und so ihr euch nur zu euren Brüdern freundlich tut, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht die Zöllner auch also?

 

48 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

 

 

 

Kapitel 6

1 Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.

 

2 Wenn du Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.

 

3 Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut,

 

4 auf daß dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.

 

5 Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.

 

6 Wenn aber du betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.

 

7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viel Worte machen.

 

8 Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichstellen. Euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet.

 

9-13 Darum sollt ihr also beten:

 

Unser Vater im Himmel!

Dein Name werde geheiligt.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

14 Denn so ihr den Menschen ihre Fehler vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben,

 

15 Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben.

 

16 Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, auf daß sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.

 

17 Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht,

 

18 auf daß du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.

 

19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen.

 

20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen.

 

21 Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.

 

22 Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein;

 

23 ist aber dein Auge ein Schalk, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!

 

24 Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht ELOHIM dienen und dem Mammon.

 

25 Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung?

 

26 Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?

 

27 Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget?

 

28 Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.

 

29 Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eins.

 

30 So denn ELOHIM das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen?

 

31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden?

 

32 Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet.

 

33 Trachtet am ersten nach dem Reich ELOHIMS und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.

 

34 Darum sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.

 

 

 

Kapitel 7

1 Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.

 

2 Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden.

 

3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

 

4 Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?

 

5 Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!

 

6 Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben, und eure Perlen nicht vor die Säue werfen, auf daß sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen.

 

7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

 

8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

 

9 Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete?

 

10 oder, so er ihn bittet um einen Fisch, der ihm eine Schlange biete?

 

11 So denn ihr, die ihr doch arg seid, könnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!

 

12 Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten.

 

13 Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln.

 

14 Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.

 

15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.

 

16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?

 

17 Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte.

 

18 Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.

 

19 Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

 

20 Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

 

21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.

 

22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?

 

23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!

 

24 Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute.

 

25 Da nun ein Platzregen fiel und ein Gewässer kam und wehten die Winde und stießen an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegründet.

 

26 Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der ist einem törichten Manne gleich, der sein Haus auf den Sand baute.

 

27 Da nun ein Platzregen fiel und kam ein Gewässer und wehten die Winde und stießen an das Haus, da fiel es und tat einen großen Fall.

 

28 Und es begab sich, da YESHUA diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk über seine Lehre.

 

29 Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.

 

 

 

Kapitel 8

1 Da er aber vom Berg herabging, folgte ihm viel Volks nach.

 

2 Und siehe, ein Aussätziger kam und betete ihn an und sprach: ADONAY, so du willst, kannst du mich wohl reinigen.

 

3 Und YESHUA streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereinigt! Und alsbald ward er vom Aussatz rein.

 

4 Und YESHUA sprach zu ihm: Siehe zu, sage es niemand; sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, zu einem Zeugnis über sie.

 

5 Als aber YESHUA nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn

 

6 und sprach: ADONAY, mein Knecht liegt zu Hause und ist gichtbrüchig und hat große Qual.

 

7 YESHUA sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.

 

8 Der Hauptmann antwortete und sprach: ADONAY, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.

 

9 Denn ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe unter mir Kriegsknechte; und wenn ich sage zu einem: Gehe hin! so geht er; und zum andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das! so tut er's.

 

10 Da das YESHUA hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden!

 

11 Aber ich sage euch viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen;

 

12 aber die Kinder des Reiches werden ausgestoßen in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

 

13 Und YESHUA sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht ward gesund zu derselben Stunde.

 

14 Und YESHUA kam in des Petrus Haus und sah, daß seine Schwiegermutter lag und hatte das Fieber.

 

15 Da griff er ihre Hand an, und das Fieber verließ sie. Und sie stand auf und diente ihnen.

 

16 Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit Worten und machte allerlei Kranke gesund,

 

17 auf das erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: "Er hat unsere Schwachheiten auf sich genommen, und unsere Seuchen hat er getragen."

 

18 Und da YESHUA viel Volks um sich sah, hieß er hinüber jenseits des Seees fahren.

 

19 Und es trat zu ihm ein Schriftgelehrter, der sprach zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wo du hin gehst.

 

20 YESHUA sagt zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hin lege.

 

21 Und ein anderer unter seinen Jüngern sprach zu ihm: Adoni, erlaube mir, daß hingehe und zuvor meinen Vater begrabe.

 

22 Aber YESHUA sprach zu ihm: Folge du mir und laß die Toten ihre Toten begraben!

 

23 Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm.

 

24 Und siehe, da erhob sich ein großes Ungestüm im See, also daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er schlief.

 

25 Und die Jünger traten zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Adoneinu, hilf uns, wir verderben!

 

26 Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf und bedrohte den Wind und den See; da ward es ganz stille.

 

27 Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und See gehorsam ist?

 

28 Und er kam jenseits des Seees in die Gegend der Gergesener. Da liefen ihm entgegen zwei Besessene, die kamen aus den Totengräbern und waren sehr grimmig, also daß niemand diese Straße wandeln konnte.

 

29 Und siehe, sie schrieen und sprachen: Ach YESHUA, du Sohn ELOHIMS, was haben wir mit dir zu tun? Bist du hergekommen, uns zu quälen, ehe denn es Zeit ist?

 

30 Es war aber ferne von ihnen ein große Herde Säue auf der Weide.

 

31 Da baten ihn die Teufel und sprachen: Willst du uns austreiben, so erlaube uns, in die Herde Säue zu fahren.

 

32 Und er sprach: Fahret hin! Da fuhren sie aus und in die Herde Säue. Und siehe, die ganze Herde Säue stürzte sich von dem Abhang ins See und ersoffen im Wasser.

 

33 Und die Hirten flohen und gingen hin in die Stadt und sagten das alles und wie es mit den Besessenen ergangen war.

 

34 Und siehe, da ging die ganze Stadt heraus YESHUA entgegen. Und da sie ihn sahen, baten sie ihn, daß er aus ihrer Gegend weichen wollte.

 

 

 

Kapitel 9

1 Da trat er in das Schiff und fuhr wieder herüber und kam in seine Stadt.

 

2 Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bett. Da nun YESHUA ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben.

 

3 Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert ELOHIM.

 

4 Da aber YESHUA ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so arges in euren Herzen?

 

5 Welches ist leichter: zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle?

 

6 Auf das ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe, auf Erden die Sünden zu vergeben (sprach er zu dem Gichtbrüchigen): Stehe auf, hebe dein Bett auf und gehe heim!

 

7 Und er stand auf und ging heim.

 

8 Da das Volk das sah, verwunderte es sich und pries ELOHIM, der solche Macht den Menschen gegeben hat.

 

9 Und da YESHUA weg ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.

 

10 Und es begab sich, da er zu Tische saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tische mit YESHUA und seinen Jüngern.

 

11 Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?

 

12 Da das YESHUA hörte, sprach er zu ihnen: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.

 

13 Gehet aber hin und lernet, was das sei: "Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer." Ich bin gekommen die Sünder zur Buße zu rufen, und nicht die Gerechten.

 

14 Indes kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisäer so viel, und deine Jünger fasten nicht?

 

15 YESHUA sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, daß der Bräutigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten.

 

16 Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reißt doch wieder vom Kleid, und der Riß wird ärger.

 

17 Man faßt auch nicht Most in alte Schläuche; sonst zerreißen die Schläuche und der Most wird verschüttet, und die Schläuche kommen um. Sondern man faßt Most in neue Schläuche, so werden sie beide miteinander erhalten.

 

18 Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: ADONAY, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig.

 

19 Und YESHUA stand auf und folgte ihm nach und seine Jünger.

 

20 Und siehe, eine Frau, welche zwölf Jahre den Blutgang gehabt hatte, trat von hinten zu ihm und rührte seines Kleides Saum an.

 

21 Denn sie sprach bei sich selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund.

 

22 Da wandte sich YESHUA um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Frau ward gesund zu derselben Stunde.

 

23 Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks,

 

24 sprach er zu ihnen: Weichet! denn das Mädchen ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn.

 

25 Als aber das Volk hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff es bei der Hand; da stand das Mädchen auf.

 

26 Und dies Gerücht erscholl in dasselbe ganze Land.

 

27 Und da YESHUA von da weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser!

 

28 Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und YESHUA sprach zu ihnen: Glaubt ihr, daß ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Ja, YESHUA!

 

29 Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben.

 

30 Und ihre Augen wurden geöffnet. Und YESHUA bedrohte sie und sprach: Seht zu, daß es niemand erfahre!

 

31 Aber sie gingen aus und machten ihn ruchbar im selben ganzen Lande.

 

32 Da nun diese waren hinausgekommen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen.

 

33 Und da der Teufel war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden.

 

34 Aber die Pharisäer sprachen: Er treibt die Teufel aus durch der Teufel Obersten.

 

35 Und YESHUA ging umher in alle Städte und Märkte, lehrte in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke.

 

36 Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselben; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.

 

37 Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.

 

38 Darum bittet HaADON der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende.

 

 

 

Kapitel 10

1 Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unsauberen Geister, daß sie sie austrieben und heilten allerlei Seuche und allerlei Krankheit.

 

2 Die Namen aber der zwölf Apostel sind diese: der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedäus Sohn, und Johannes, sein Bruder;

 

3 Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, des Alphäus Sohn, Lebbäus, mit dem Zunamen Thaddäus;

 

4 Simon von Kana und Judas Ischariot, welcher ihn verriet.

 

5 Diese zwölf sandte YESHUA, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der Heiden Straße und ziehet nicht in der Samariter Städte,

 

6 sondern gehet hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel.

 

7 Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.

 

8 Macht die Kranken gesund, reinigt die Aussätzigen, weckt die Toten auf, treibt die Teufel aus. Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch.

 

9 Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Erz in euren Gürteln haben,

 

10 auch keine Tasche zur Wegfahrt, auch nicht zwei Röcke, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert.

 

11 Wo ihr aber in eine Stadt oder einen Markt geht, da erkundigt euch, ob jemand darin sei, der es wert ist; und bei demselben bleibet, bis ihr weg zieht.

 

12 Wo ihr aber in ein Haus geht, so grüßt es;

 

13 und so es das Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.

 

14 Und wo euch jemand nicht annehmen wird noch eure Rede hören, so geht heraus von demselben Haus oder der Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen.

 

15 Wahrlich ich sage euch: Dem Lande der Sodom und Gomorra wird es erträglicher gehen am Jüngsten Gericht denn solcher Stadt.

 

16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

 

17 Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathäuser und werden euch geißeln in ihren Schulen.

 

18 Und man wird euch vor Fürsten und Könige führen um meinetwillen, zum Zeugnis über sie und über die Heiden.

 

19 Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.

 

20 Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet.

 

21 Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören wider die Eltern und ihnen zum Tode helfen.

 

22 Und ihr müsset gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig.

 

23 Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt.

 

24 Der Jünger ist nicht über seinen Meister noch der Knecht über seinen Adon.

 

25 Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Adon. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheißen, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen also heißen!

 

26 So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das es nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde.

 

27 Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was ihr hört in das Ohr, das predigt auf den Dächern.

 

28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.

 

29 Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch fällt deren keiner auf die Erde ohne euren Vater.

 

30 Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupte alle gezählt.

 

31 So fürchtet euch denn nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge.

 

32 Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater.

 

33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.

 

34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.

 

35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter.

 

36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.

 

37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert.

 

38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert.

 

39 Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.

 

40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.

 

41 Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, der wird eines Propheten Lohn empfangen. Wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, der wird eines Gerechten Lohn empfangen.

 

42 Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tränkt in eines Jüngers Namen, wahrlich ich sage euch: es wird ihm nicht unbelohnt bleiben.

 

 

 

Kapitel 11

1 Und es begab sich, da YESHUA solch Gebot an seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging er von da weiter, zu lehren und zu predigen in ihren Städten.

 

2 Da aber Johannes im Gefängnis die Werke HaMASHIACHS hörte, sandte er seiner Jünger zwei

 

3 und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines anderen warten?

 

4 YESHUA antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und höret:

 

5 die Blinden sehen und die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein und die Tauben hören, die Toten stehen auf und den Armen wird das Evangelium gepredigt;

 

6 und selig ist, der sich nicht an mir ärgert.

 

7 Da die hingingen, fing YESHUA an, zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her bewegt?

 

8 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häusern.

 

9 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet.

 

10 Denn dieser ist's, von dem geschrieben steht: "Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll."

 

11 Wahrlich, ich sage euch: Unter allen, die von einer Frau geboren sind, ist keiner aufgetreten, der größer ist als Johannes der Täufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist größer als er.

 

12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis hierher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reißen es an sich.

 

13 Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes.

 

14 Und (so ihr's wollt annehmen) er ist Elia, der da soll zukünftig sein.

 

15 Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

 

16 Wem soll ich aber dies Geschlecht vergleichen? Es ist den Kinder gleich, die an dem Markt sitzen und rufen gegen ihre Gesellen

 

17 und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr wolltet nicht tanzen; wir haben euch geklagt, und ihr wolltet nicht weinen.

 

18 Johannes ist gekommen, aß nicht und trank nicht; so sagen sie: Er hat den Teufel.

 

19 Des Menschen Sohn ist gekommen, ißt und trinkt; so sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und ein Weinsäufer, der Zöllner und der Sünder Geselle! Und die Weisheit muß sich rechtfertigen lassen von ihren Kindern.

 

20 Da fing er an, die Städte zu schelten, in welchen am meisten seiner Taten geschehen waren, und hatten sich doch nicht gebessert:

 

21 Wehe dir Chorazin! Weh dir, Bethsaida! Wären solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie hätten vorzeiten im Sack und in der Asche Buße getan.

 

22 Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon erträglicher gehen am Jüngsten Gericht als euch.

 

23 Und du, Kapernaum, die du bist erhoben bis an den Himmel, du wirst bis in die Hölle hinuntergestoßen werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, sie stände noch heutigestages.

 

24 Doch ich sage euch, es wird dem Sodomer Lande erträglicher gehen am Jüngsten Gericht als dir.

 

25 Zu der Zeit antwortete YESHUA und sprach: Ich preise dich, Vater und YEHOVAH Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart.

 

26 Ja, Vater; denn es ist also wohlgefällig gewesen vor dir.

 

27 Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren.

 

28 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

 

29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

 

 

 

Kapitel 12

1 Zu der Zeit ging YESHUA durch die Saat am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ähren auszuraufen, und aßen.

 

2 Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was sich nicht ziemt am Sabbat zu tun.

 

3 Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren, hungerte?

 

4 wie er in das Stiftshütte ELOHIMS ging und aß die Schaubrote, die ihm doch nicht ziemte zu essen noch denen, die mit ihm waren, sondern allein den Priestern?

 

5 Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld?

 

6 Ich sage aber euch, daß hier der ist, der auch größer ist denn der Tempel.

 

7 Wenn ihr aber wüßtet, was das sei: "Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer", hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt.

 

8 Des Menschen Sohn ist ein ADON auch über den Sabbat.

 

9 Und er ging von da weiter und kam in ihre Schule.

 

10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht, am Sabbat heilen? auf daß sie eine Sache gegen ihn hätten.

 

11 Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, so er ein Schaf hat, das ihm am Sabbat in eine Grube fällt, der es nicht ergreife und aufhebe?

 

12 Wie viel besser ist nun ein Mensch denn ein Schaf! Darum mag man wohl am Sabbat Gutes tun.

 

13 Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie ward ihm wieder gesund gleichwie die andere.

 

14 Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten einen Rat über ihn, wie sie ihn umbrächten.

 

15 Aber da YESHUA das erfuhr, wich er weg. Und ihm folgte viel Volks nach, und er heilte sie alle

 

16 und bedrohte sie, daß sie ihn nicht meldeten,

 

17 auf das erfüllet würde, was gesagt ist von dem Propheten Jesaja, der da spricht:

 

18 "Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, und mein Liebster, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er soll den Heiden das Gericht verkünden.

 

19 Er wird nicht zanken noch schreien, und man wird sein Geschrei nicht hören auf den Gassen;

 

20 das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis daß er ausführe das Gericht zum Sieg;

 

21 und die Völker werden auf seinen Namen hoffen."

 

22 Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der ward blind und stumm; und er heilte ihn, also daß der Blinde und Stumme redete und sah.

 

23 Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn?

 

24 Aber die Pharisäer, da sie es hörten, sprachen sie: Er treibt die Teufel nicht anders aus denn durch Beelzebub, der Teufel Obersten.

 

25 YESHUA kannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jegliches Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wüst; und eine jegliche Stadt oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, kann's nicht bestehen.

 

26 So denn ein Satan den andern austreibt, so muß er mit sich selbst uneins sein; wie kann denn sein Reich bestehen?

 

27 So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein.

 

28 So ich aber die Teufel durch den Geist ELOHIMS austreibe, so ist ja das Reich ELOHIMS zu euch gekommen.

 

29 Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann ihm sein Haus beraube?

 

30 Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

 

31 Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben.

 

32 Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den RUACH HaKODESH, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.

 

33 Setzt entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; oder setzt einen faulen Baum, so wird die Frucht faul. Denn an der Frucht erkennt man den Baum.

 

34 Ihr Otterngezüchte, wie könnt ihr Gutes reden, dieweil ihr böse seid? Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.

 

35 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus seinem guten Schatz des Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz.

 

36 Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben.

 

37 Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.

 

38 Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollten gern ein Zeichen von dir sehen.

 

39 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die böse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen; und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona.

 

40 Denn gleichwie Jona war drei Tage und drei Nächte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nächte mitten in der Erde sein.

 

41 Die Leute von Ninive werden auftreten am Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona.

 

42 Die Königin von Mittag wird auftreten am Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomons Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo.

 

43 Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe, und findet sie nicht.

 

44 Da spricht er denn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's leer, gekehrt und geschmückt.

 

45 So geht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die ärger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda; und es wird mit demselben Menschen hernach ärger, denn es zuvor war. Also wird's auch diesem argen Geschlecht gehen.

 

46 Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden.

 

47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.

 

48 Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?

 

49 Und er reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder!

 

50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter.

 

 

 

Kapitel 13

1 An demselben Tage ging YESHUA aus dem Hause und setzte sich an den See.

 

2 Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er in das Schiff trat und saß, und alles Volk stand am Ufer.

 

3 Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Säemann aus, zu säen.

 

4 Und indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen's auf.

 

5 Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte.

 

6 Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürre.

 

7 Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten's.

 

8 Etliches fiel auf gutes Land und trug Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig, etliches dreißigfältig.

 

9 Wer Ohren hat zu hören, der höre!

 

10 Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse?

 

11 Er antwortete und sprach: Euch ist es gegeben, daß ihr das Geheimnis des Himmelreichs verstehet; diesen aber ist es nicht gegeben.

 

12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat.

 

13 Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht.

 

14 Und über ihnen wird die Weissagung Jesaja's erfüllt, die da sagt: "Mit den Ohren werdet ihr hören, und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen, und werdet es nicht verstehen.

 

15 Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe."

 

16 Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören.

 

17 Wahrlich ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu hören, was ihr höret, und haben's nicht gehört.

 

18 So hört nun ihr dieses Gleichnis von dem Säemann:

 

19 Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Arge und reißt hinweg, was da gesät ist in sein Herz; und das ist der, bei welchem an dem Wege gesät ist.

 

20 Das aber auf das Steinige gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört und es alsbald aufnimmt mit Freuden;

 

21 aber er hat nicht Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so ärgert er sich alsbald.

 

22 Das aber unter die Dornen gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört, und die Sorge dieser Welt und der Betrug des Reichtums erstickt das Wort, und er bringt nicht Frucht.

 

23 Das aber in das gute Land gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört und versteht es und dann auch Frucht bringt; und etlicher trägt hundertfältig, etlicher aber sechzigfältig, etlicher dreißigfältig.

 

24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.

 

25 Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.

 

26 Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut.

 

27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Adoneinu, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?

 

28 Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sagten die Knechte: Willst du das wir hingehen und es ausjäten?

 

29 Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjätet.

 

30 Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer.

 

31 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und säte es auf seinen Acker;

 

32 welches ist das kleinste unter allem Samen; wenn er erwächst, so ist es das größte unter dem Kohl und wird ein Baum, daß die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen.

 

33 Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist gleich einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl vermengte, bis es ganz durchsäuert ward.

 

34 Solches alles redete YESHUA durch Gleichnisse zu dem Volk, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen,

 

35 auf das erfüllet würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen die Heimlichkeiten von Anfang der Welt.

 

36 Da ließ YESHUA das Volk von sich und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Geheimnis vom Unkraut auf dem Acker.

 

37 Er antwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist's, der da Guten Samen sät.

 

38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit.

 

39 Der Feind, der sie sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.

 

40 Gleichwie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen:

 

41 des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die da unrecht tun,

 

42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

 

43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

 

44 Abermals ist gleich das Himmelreich einem verborgenem Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden über denselben und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.

 

45 Abermals ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte.

 

46 Und da er eine köstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

 

47 Abermals ist gleich das Himmelreich einem Netze, das ins See geworfen ist, womit man allerlei Gattung fängt.

 

48 Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefäß zusammen; aber die faulen werfen sie weg.

 

49 Also wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden

 

50 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein.

 

51 Und YESHUA sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, ADONEINU.

 

52 Da sprach er: Darum ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorträgt.

 

53 Und es begab sich, da YESHUA diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er weg

 

54 und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Schule, also auch, daß sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten?

 

55 Ist er nicht eines Zimmermann's Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria? und seine Brüder Jakob und Joses und Simon und Judas?

 

56 Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?

 

57 Und sie ärgerten sich an ihm. YESHUA aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterland und in seinem Hause.

 

58 Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen.

 

 

 

Kapitel 14

1 Zu der Zeit kam das Gerücht von YESHUA vor den Vierfürsten Herodes.

 

2 Und er sprach zu seinen Knechten: Dieser ist Johannes der Täufer; er ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten.

 

3 Denn Herodes hatte Johannes gegriffen und in das Gefängnis gelegt wegen der Herodias, seines Bruders Philippus Frau.

 

4 Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, daß du sie habest.

 

5 Und er hätte ihn gern getötet, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn für einen Propheten.

 

6 Da aber Herodes seinen Jahrestag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes wohl.

 

7 Darum verhieß er ihr mit einem Eide, er wollte ihr geben, was sie fordern würde.

 

8 Und wie sie zuvor von ihrer Mutter angestiftet war, sprach sie: Gib mir her auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers!

 

9 Und der König ward traurig; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tische saßen, befahl er's ihr zu geben.

 

10 Und schickte hin und enthauptete Johannes im Gefängnis.

 

11 Und sein Haupt ward hergetragen in einer Schüssel und dem Mädchen gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter.

 

12 Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leib und begruben ihn; und kamen und verkündigten das YESHUA.

 

13 Da das YESHUA hörte, wich er weg auf einem Schiff in eine Wüste allein. Und da das Volk das hörte, folgte es ihm nach zu Fuß aus den Städten.

 

14 Und YESHUA ging hervor und sah das große Volk; und es jammerte ihn derselben, und er heilte ihre Kranken.

 

15 Am Abend aber traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Dies ist eine Wüste, und die Nacht fällt herein; Laß das Volk von dir, daß sie hin in die Märkte gehen und sich Speise kaufen.

 

16 Aber YESHUA sprach zu ihnen: Es ist nicht not, daß sie hingehen; gebt ihr ihnen zu essen.

 

17 Sie sprachen: Wir haben hier nichts denn fünf Brote und zwei Fische.

 

18 Und er sprach: Bringet sie mir her.

 

19 Und er hieß das Volk sich lagern auf das Gras und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf zum Himmel und dankte und brach's und gab die Brote den Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk.

 

20 Und sie aßen alle und wurden satt und hoben auf, was übrigblieb von Brocken, zwölf Körbe voll.

 

21 Die aber gegessen hatten waren, waren bei fünftausend Mann, ohne Frauen und Kinder.

 

22 Und alsbald trieb YESHUA seine Jünger, daß sie in das Schiff traten und vor ihm herüberfuhren, bis er das Volk von sich ließe.

 

23 Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg allein, daß er betete. Und am Abend war er allein daselbst.

 

24 Und das Schiff war schon mitten auf dem See und litt Not von den Wellen; denn der Wind war ihnen zuwider.

 

25 Aber in der vierten Nachtwache kam YESHUA zu ihnen und ging auf dem See.

 

26 Und da ihn die Jünger sahen auf dem See gehen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst! und schrieen vor Furcht.

 

27 Aber alsbald redete YESHUA mit ihnen und sprach: Seid getrost, Ich bin's; fürchtet euch nicht!

 

28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Adoni, bist du es, so heiß mich zu dir kommen auf dem Wasser.

 

29 Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, daß er zu YESHUA käme.

 

30 Er sah aber einen starken Wind; da erschrak er und hob an zu sinken, schrie und sprach: Adoni, hilf mir!

 

31 YESHUA reckte alsbald die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: O du Kleingläubiger, warum zweifeltest du?

 

32 Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich.

 

33 Die aber im Schiff waren, kamen und fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bist wahrlich ELOHIMS Sohn!

 

34 Und sie schifften hinüber und kamen in das Land Genezareth.

 

35 Und da die Leute am selbigen Ort sein gewahr wurden, schickten sie aus in das ganze Land umher und brachten allerlei Ungesunde zu ihm

 

36 und baten ihn, daß sie nur seines Kleides Saum anrührten. Und alle, die ihn anrührten, wurden gesund.

 

 

 

Kapitel 15

1 Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem und sprachen:

 

2 Warum übertreten deine Jünger der Ältesten Gesetze? Sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen.

 

3 Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr ELOHIMS Gebot um eurer Gesetze willen?

 

4 ELOHIM hat geboten: "Du sollst Vater und Mutter ehren; wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben."

 

5 Ihr aber lehret: Wer zum Vater oder Mutter spricht: "Es ist ELOHIM gegeben, was dir sollte von mir zu Nutz kommen", der tut wohl.

 

6 Damit geschieht es, daß niemand hinfort seinen Vater oder seine Mutter ehrt, und also habt ihr ELOHIMS Gebot aufgehoben um eurer Aufsätze willen.

 

7 Ihr Heuchler, wohl fein hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen:

 

8 "Dies Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir;

 

9 aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebote sind."

 

10 Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihm: Höret zu und fasset es!

 

11 Was zum Munde eingeht, das verunreinigt den Menschen nicht; sondern was zum Munde ausgeht, das verunreinigt den Menschen.

 

12 Da traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Weißt du auch, daß sich die Pharisäer ärgerten, da sie das Wort hörten?

 

13 Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, die werden ausgereutet.

 

14 Lasset sie fahren! Sie sind blinde Blindenleiter. Wenn aber ein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube.

 

15 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dieses Gleichnis.

 

16 Und YESHUA sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverständig?

 

17 Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingeht, das geht in den Bauch und wird durch den natürlichen Gang ausgeworfen?

 

18 Was aber zum Munde herausgeht, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen.

 

19 Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsch Zeugnis, Lästerung.

 

20 Das sind Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Händen essen verunreinigt den Menschen nicht.

 

21 Und YESHUA ging aus weg und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon.

 

22 Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus derselben Gegend und schrie ihm nach und sprach: Ach ADONAY, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochter wird vom Teufel übel geplagt.

 

23 Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreit uns nach.

 

24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel.

 

25 Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: ADONAY, hilf mir!

 

26 Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde.

 

27 Sie sprach: Ja, ADONAY; aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tisch fallen.

 

28 Da antwortete YESHUA und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter ward gesund zu derselben Stunde.

 

29 Und YESHUA ging von da weiter und kam an den Galiläischen See und ging auf einen Berg und setzte sich allda.

 

30 Und es kam zu ihm viel Volks, die hatten mit sich Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere und warfen sie YESHUA vor die Füße, und er heilte sie,

 

31 daß sich das Volk verwunderte, da sie sahen, daß die Stummen redeten, die Krüppel gesund waren, die Lahmen gingen, die Blinden sahen; und sie priesen den ELOHIM ISRAELS.

 

32 Und YESHUA rief seine Jünger zu sich und sprach: Es jammert mich des Volks; denn sie beharren nun wohl drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf daß sie nicht verschmachten auf dem Wege.

 

33 Da sprachen seine Jünger zu ihm: Woher mögen wir so viel Brot nehmen in der Wüste, daß wir so viel Volks sättigen?

 

34 Und YESHUA sprach zu ihnen: Wie viel Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben und ein wenig Fisch.

 

35 Und er hieß das Volk sich lagern auf die Erde

 

36 und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern; und die Jünger gaben sie dem Volk.

 

37 Und sie aßen alle und wurden satt; und hoben auf, was übrig blieb von Brocken, sieben Körbe voll.

 

38 Und die da gegessen hatten, derer waren viertausend Mann, ausgenommen Frauen und Kinder.

 

39 Und da er das Volk hatte von sich gelassen, trat er in ein Schiff und kam in das Gebiet Magdala.

 

 

 

Kapitel 16

1 Da traten die Pharisäer und Sadduzäer zu ihm; die versuchten ihn und forderten, daß er sie ein Zeichen vom Himmel sehen ließe.

 

2 Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden, denn der Himmel ist rot;

 

3 und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute Ungewitter sein, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler! über des Himmels Gestalt könnt ihr urteilen; könnt ihr denn nicht auch über die Zeichen dieser Zeit urteilen?

 

4 Diese böse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen; und soll ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Und er ließ sie und ging davon.

 

5 Und da seine Jünger waren hinübergefahren, hatten sie vergessen, Brot mit sich zu nehmen.

 

6 YESHUA aber sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!

 

7 Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das wird's sein, daß wir nicht haben Brot mit uns genommen.

 

8 Da das YESHUA merkte, sprach er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht habt Brot mit euch genommen?

 

9 Vernehmet ihr noch nichts? Gedenket ihr nicht an die fünf Brote unter die fünftausend und wie viel Körbe ihr da aufhobt?

 

10 auch nicht an die sieben Brote unter die viertausend und wie viel Körbe ihr da aufhobt?

 

11 Wie, versteht ihr denn nicht, daß ich euch nicht sage vom Brot, wenn ich sage: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!

 

12 Da verstanden sie, daß er nicht gesagt hatte, daß sie sich hüten sollten vor dem Sauerteig des Brots, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

 

13 Da kam YESHUA in die Gegend der Stadt Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, daß des Menschen Sohn sei?

 

14 Sie sprachen: Etliche sagen, du seist Johannes der Täufer; die andern, du seist Elia; etliche du seist Jeremia oder der Propheten einer.

 

15 Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, daß ich sei?

 

16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus (1. Petr. 4,16) / HaMASHIACH, des lebendigen ELOHIMS Sohn!

 

17 Und YESHUA antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jona's Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

 

18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde (Apg. 2,14-39; Eph. 2,11-3,12), und die Pforten der Hölle (Off. 20:15) sollen sie nicht überwältigen.

 

19 Und ich will dir des Himmelsreichs Schlüssel geben: alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel los sein.

 

20 Da verbot er seinen Jüngern, daß sie niemand sagen sollten, daß er, YESHUA HaMASHIACH wäre.

 

21 Von der Zeit an fing YESHUA an und zeigte seinen Jüngern, wie er müßte hin gen Jerusalem gehen und viel leiden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen.

 

22 Und Petrus nahm ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach: Adoni, schone dein selbst; das widerfahre dir nur nicht!

 

23 Aber er wandte sich um und sprach zu Petrus: Hebe dich, Satan, von mir! du bist mir ärgerlich; denn du meinst nicht was göttlich, sondern was menschlich ist.

 

24 Da sprach YESHUA zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.

 

25 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.

 

26 Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?

 

27 Denn es wird geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird er einem jeglichen vergelten nach seinen Werken.

 

28 Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die nicht schmecken werden den Tod, bis daß sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich.

 

 

 

Kapitel 17

1 Und nach sechs Tagen nahm YESHUA zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, und führte sie beiseite auf einen hohen Berg.

 

2 Und er ward verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie ein Licht.

 

3 Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm.

 

4 Petrus aber antwortete und sprach zu YESHUA: Adoneinu, hier ist gut sein! Willst du, so wollen wir hier drei Hütten machen: dir eine, Mose eine und Elia eine.

 

5 Da er noch also redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören!

 

6 Da das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr.

 

7 YESHUA aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Stehet auf und fürchtet euch nicht!

 

8 Da sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand denn YESHUA allein.

 

9 Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen YESHUA und sprach: Ihr sollt dies Gesicht niemand sagen, bis das des Menschen Sohn von den Toten auferstanden ist.

 

10 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, Elia müsse zuvor kommen?

 

11 YESHUA antwortete und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles zurechtbringen.

 

12 Doch ich sage euch: Es ist Elia schon gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben an ihm getan, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn leiden müssen von ihnen.

 

13 Da verstanden die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte.

 

14 Und da sie zu dem Volk kamen, trat zu ihm ein Mensch und fiel ihm zu Füßen

 

15 und sprach: ADONAY, erbarme dich über meinen Sohn! denn er ist mondsüchtig und hat ein schweres Leiden: er fällt oft ins Feuer und oft ins Wasser;

 

16 und ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht, und sie konnten ihm nicht helfen.

 

17 YESHUA aber antwortete und sprach: O du ungläubige und verkehrte Art, wie lange soll ich bei euch sein? wie lange soll ich euch dulden? Bringt ihn hierher!

 

18 Und YESHUA bedrohte ihn; und der Teufel fuhr aus von ihm, und der Knabe ward gesund zu derselben Stunde.

 

19 Da traten zu ihm seine Jünger besonders und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?

 

20 YESHUA aber antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. Denn wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so mögt ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.

 

21 Aber diese Art fährt nicht aus denn durch Beten und Fasten.

 

22 Als sie aber den Weg durch Galiläa nahmen, sprach YESHUA zu ihnen: Es wird geschehen, daß des Menschen Sohn überantwortet wird in der Menschen Hände;

 

23 und sie werden ihn töten, und am dritten Tage wird er auferstehen. Und sie wurden sehr betrübt.

 

24 Da sie nun gen Kapernaum kamen, gingen zu Petrus, die den Zinsgroschen einnahmen, und sprachen: Pflegt euer Meister nicht den Zinsgroschen zu geben?

 

25 Er sprach: Ja. Und als er heimkam, kam ihm YESHUA zuvor und sprach: Was dünkt dich, Simon? Von wem nehmen die Könige auf Erden den Zoll oder Zins? Von Ihren Kindern oder von den Fremden?

 

26 Da sprach zu ihm Petrus: Von den Fremden. YESHUA sprach zu ihm: So sind die Kinder frei.

 

27 Auf daß aber wir sie nicht ärgern, so gehe hin an den See und wirf die Angel, und den ersten Fisch, der herauffährt, den nimm; und wenn du seinen Mund auftust, wirst du ein Zweigroschenstück finden; das nimm und gib es für mich und dich.

 

 

 

Kapitel 18

1 Zu derselben Stunde traten die Jünger zu YESHUA und sprachen: Wer ist doch der Größte im Himmelreich?

 

2 YESHUA rief ein Kind zu sich und stellte das mitten unter sie

 

3 und sprach: Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, daß ihr umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

 

4 Wer nun sich selbst erniedrigt wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.

 

5 Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.

 

6 Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft werde im See, da es am tiefsten ist.

 

7 Weh der Welt der Ärgernisse halben! Es muß ja Ärgernis kommen; doch weh dem Menschen, durch welchen Ärgernis kommt!

 

8 So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist besser, daß du zum Leben lahm oder als Krüppel eingehst, denn daß du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das höllische Feuer geworfen.

 

9 Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, daß du einäugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest und wirst in das höllische Feuer geworfen.

 

10 Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit in das Angesicht meines Vaters im Himmel.

 

11 Denn des Menschen Sohn ist gekommen, selig zu machen, das verloren ist.

 

12 Was dünkt euch? Wenn irgendein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?

 

13 Und so sich's begibt, daß er's findet, wahrlich ich sage euch, er freut sich darüber mehr denn über die neunundneunzig, die nicht verirrt sind.

 

14 Also auch ist's vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde.

 

15 Sündigt aber dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Hört er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.

 

16 Hört er dich nicht, so nimm noch einen oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund.

 

17 Hört er die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Zöllner oder Heiden.

 

18 Wahrlich ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein.

 

19 Weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, daß sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.

 

20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

 

21 Da trat Petrus zu ihm und sprach: Adoni, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist's genug siebenmal?

 

22 YESHUA sprach zu ihm: Ich sage dir: Nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.

 

23 Darum ist das Himmelreich gleich einem König, der mit seinen Knechten rechnen wollte.

 

24 Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig.

 

25 Da er's nun nicht zu bezahlen hatte, hieß der Adon ihn und seine Frau zu verkaufen und seine Kinder und alles, was er hatte, um zu zahlen.

 

26 Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Adoni, habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen.

 

27 Da jammerte es den Adon des Knechtes, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch.

 

28 Da ging derselbe Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an und würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist!

 

29 Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir; ich will dir alles bezahlen.

 

30 Er (der Adon) wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldig war.

 

31 Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten vor ihren Adon alles, was sich begeben hatte.

 

32 Da forderte ihn sein Adon vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest;

 

33 solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe?

 

34 Und sein Adon ward sehr zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war.

 

35 Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebt von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler.

 

 

 

Kapitel 19

1 Und es begab sich, da YESHUA diese Reden vollendet hatte, erhob er sich aus Galiläa und kam in das Gebiet des jüdischen Landes jenseit des Jordans;

 

2 und es folgte ihm viel Volks nach, und er heilte sie daselbst.

 

3 Da traten zu ihm die Pharisäer, versuchten ihn und sprachen zu ihm: Ist's auch recht, daß sich ein Mann scheide von seiner Frau um irgendeine Ursache?

 

4 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß am Anfang der Mensch gemacht wurde, daß ein Mann und eine Frau sein soll?

 

5 und sprach: "Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein"!

 

6 So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun ELOHIM zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.

 

7 Da sprachen sie: Warum hat denn Mose geboten, einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden?

 

8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt zu scheiden von euren Frauen, wegen eures Herzens Härtigkeit; von Anbeginn aber ist's nicht also gewesen.

 

9 Ich sage aber euch: Wer sich von seiner Frau scheidet (es sei denn um der Hurerei willen) und freit eine andere, der bricht die Ehe; und wer die Abgeschiedene freit, der bricht auch die Ehe.

 

10 Da sprachen die Jünger zu ihm: Steht die Sache eines Mannes mit seinem Frau also, so ist's nicht gut, ehelich zu werden.

 

11 Er sprach zu ihnen: Das Wort faßt nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist.

 

12 Denn es sind etliche unfruchtbar, die sind aus Mutterleibe also geboren; und sind etliche unfruchtbar, die durch Menschen unfruchtbar geworden sind; und sind etliche unfruchtbar, die sich selbst um des Himmelreiches willen unfruchtbar machten. Wer es fassen kann, der fasse es!

 

13 Da wurden Kinder zu ihm gebracht, daß er die Hände auf sie legte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an.

 

14 Aber YESHUA sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich ELOHIMS.

 

15 Und legte die Hände auf sie und zog weg.

 

16 Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, daß ich das ewige Leben möge haben?

 

17 Er aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige ELOHIM. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.

 

18 Da sprach er zu ihm: Welche? YESHUA aber sprach: "Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben;

 

19 ehre Vater und Mutter;" und: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

 

20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlt mir noch?

 

21 YESHUA sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!

 

22 Da der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt von ihm, denn er hatte viele Güter.

 

23 YESHUA aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen.

 

24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich ELOHIMS komme.

 

25 Da das seine Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann denn selig werden?

 

26 YESHUA aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei ELOHIM sind alle Dinge möglich.

 

27 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür?

 

28 YESHUA aber sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Ihr, die ihr mir seid nachgefolgt, werdet in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Stühlen und richten die zwölf Geschlechter Israels.

 

29 Und wer verläßt Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen, der wird's hundertfältig nehmen und das ewige Leben ererben.

 

30 Aber viele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten sein.

 

 

 

Kapitel 20

1 Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu mieten in seinen Weinberg.

 

2 Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg.

 

3 Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markte müßig stehen

 

4 und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist.

 

5 Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und die neunte Stunde und tat gleichermaßen.

 

6 Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig?

 

7 Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedingt. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden.

 

8 Da es nun Abend ward, sprach Adon (Baal/κυριος) des Weinberges zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und heb an an den Letzten bis zu den Ersten.

 

9 Da kamen, die um die elfte Stunde gedingt waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen.

 

10 Da aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen.

 

11 Und da sie den empfingen, murrten sie wider den Hausvater

 

12 und sprachen: Diese haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und die Hitze getragen haben.

 

13 Er antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden für einen Groschen?

 

14 Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleich wie dir.

 

15 Oder habe ich nicht Macht, zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehst du darum so scheel, daß ich so gütig bin?

 

16 Also werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt.

 

17 Und er zog hinauf gen Jerusalem und nahm zu sich die zwölf Jünger besonders auf dem Wege und sprach zu ihnen:

 

18 Siehe, wir ziehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überantwortet werden; sie werden ihn verdammen zum Tode

 

19 und werden ihn überantworten den Heiden, zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen; und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.

 

20 Da trat zu ihm die Mutter der Kinder des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und bat etwas von ihm.

 

21 Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine zwei Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken.

 

22 Aber YESHUA antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde, und euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Jawohl.

 

23 Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, sollt ihr getauft werden; aber das sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben steht mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater.

 

24 Da das die zehn hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder.

 

25 Aber YESHUA rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, daß die weltlichen Fürsten herrschen und die Obersten haben Gewalt.

 

26 So soll es nicht sein unter euch. Sondern, so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener;

 

27 und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht,

 

28 gleichwie des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

 

29 Und da sie von Jericho auszogen, folgte ihm viel Volks nach.

 

30 Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; und da sie hörten, daß YESHUA vorüberging, schrieen sie und sprachen: Ach ADONAY, du Sohn Davids, erbarme dich unser!

 

31 Aber das Volk bedrohte sie, daß sie schweigen sollten. Aber sie schrieen noch viel mehr und sprachen: Ach ADONAY, du Sohn Davids, erbarme dich unser!

 

32 YESHUA aber stand still und rief sie und sprach: Was wollt ihr, daß ich euch tun soll?

 

33 Sie sprachen zu ihm: ADONEINU, daß unsere Augen aufgetan werden.

 

34 Und es jammerte YESHUA, und er rührte ihre Augen an; und alsbald wurden ihre Augen wieder sehend, und sie folgten ihm nach.

 

 

 

Kapitel 21

1 Da sie nun nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Ölberg, sandte YESHUA seiner Jünger zwei

 

2 und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ihr Füllen bei ihr; löset sie und führt sie zu mir!

 

3 Und so euch jemand etwas sagen wird, so sprecht: ADONEINU bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen.

 

4 Das geschah aber alles, auf daß erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht:

 

5 "Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin."

 

6 Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen YESHUA befohlen hatte,

 

7 und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf und setzten ihn darauf.

 

8 Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.

 

9 Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in HaShem YEHOVAHS! Hosianna in der Höhe!

 

10 Und als er zu Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der?

 

11 Das Volk aber sprach: Das ist YESHUA, der Prophet von Nazareth aus Galiläa.

 

12 Und YESHUA ging zum Tempel ELOHIMS hinein und trieb heraus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stieß um der Wechsler Tische und die Stühle der Taubenkrämer

 

13 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: "Mein Haus soll ein Bethaus heißen"; ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht.

 

14 Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilte sie.

 

15 Da aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrieen und sagten: Hosianna dem Sohn Davids! wurden sie entrüstet

 

16 und sprachen zu ihm: Hörst du auch, was diese sagen? YESHUA sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: "Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du Lob zugerichtet"?

 

17 Und er ließ sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb daselbst.

 

18 Als er aber des Morgens wieder in die Stadt ging, hungerte ihn;

 

19 und er sah einen Feigenbaum am Wege und ging hinzu und fand nichts daran denn allein Blätter und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir hinfort nimmermehr eine Frucht! Und der Feigenbaum verdorrte alsbald.

 

20 Und da das die Jünger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so bald verdorrt?

 

21 YESHUA aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches mit dem Feigenbaum tun, sondern, so ihr werdet sagen zu diesem Berge: Hebe dich auf und wirf dich ins See! so wird's geschehen.

 

22 Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, werdet ihr's empfangen.

 

23 Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrte, die Hohenpriester und die Ältesten im Volk und sprachen: Aus was für Macht tust du das? und wer hat dir die Macht gegeben?

 

24 YESHUA aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das sagt, will ich euch auch sagen aus was für Macht ich das tue:

 

25 Woher war die Taufe des Johannes? War sie vom Himmel oder von den Menschen? Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm denn nicht?

 

26 Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so müssen wir uns vor dem Volk fürchten; denn sie halten alle Johannes für einen Propheten.

 

27 Und sie antworteten YESHUA und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was für Macht ich das tue.

 

28 Was dünkt euch aber? Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberg.

 

29 Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Darnach reute es ihn und er ging hin.

 

30 Und er ging zum andern und sprach gleichermaßen. Dieser antwortete aber und sprach: Adonai, ja! -und ging nicht hin.

 

31 Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. YESHUA sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Die Zöllner und Huren mögen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr.

 

32 Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Buße, daß ihr ihm danach auch geglaubt hättet.

 

33 Höret ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausvater, der pflanzte einen Weinberg und führte einen Zaun darum und grub eine Kelter darin und baute einen Turm und tat ihn den Weingärtnern aus und zog über Land.

 

34 Da nun herbeikam die Zeit der Früchte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, daß sie seine Früchte empfingen.

 

35 Da nahmen die Weingärtner seine Knechte; einen schlugen sie, den andern töteten sie, den dritten steinigten sie.

 

36 Abermals sandte er andere Knechte, (noch) mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleichermaßen.

 

37 Darnach sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen.

 

38 Da aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt laßt uns ihn töten und sein Erbgut an uns bringen!

 

39 Und sie nahmen ihn und stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn.

 

40 Wenn nun der Adon des Weinberges kommen wird, was wird er diesen Weingärtnern tun?

 

41 Sie sprachen zu ihm: Er wird die Bösewichte übel umbringen und seinen Weinberg anderen Weingärtnern geben, die ihm die Früchte zur rechten Zeit bringen.

 

42 YESHUA sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Von YEHOVAH ist das geschehen, und es ist wunderbar vor unseren Augen"?

 

43 Darum sage ich euch: Das Reich ELOHIMS wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt.

 

44 Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen aber er fällt, den wird er zermalmen.

 

45 Und da die Hohenpriester und Pharisäer seine Gleichnisse hörten, verstanden sie, daß er von ihnen redete.

 

46 Und sie trachteten darnach, wie sie ihn griffen; aber sie fürchteten sich vor dem Volk, denn es hielt ihn für einen Propheten.

 

 

 

Kapitel 22

1 Und YESHUA antwortete und redete abermals durch Gleichnisse zu ihnen und sprach:

 

2 Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte.

 

3 Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen.

 

4 Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit!

 

5 Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung;

 

6 etliche griffen seine Knechte, höhnten sie und töteten sie.

 

7 Da das der König hörte, ward er zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an.

 

8 Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren's nicht wert.

 

9 Darum gehet hin auf die Straßen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet.

 

10 Und die Knechte gingen aus auf die Straßen und brachten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute; und die Tische wurden alle voll.

 

11 Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an;

 

12 und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte.

 

13 Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werfet ihn in die Finsternis hinaus! da wird sein Heulen und Zähneklappern.

 

14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.

 

15 Da gingen die Pharisäer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede.

 

16 Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern. Und sie sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und lehrst den Weg ELOHIMS recht und du fragst nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen.

 

17 Darum sage uns, was dünkt dich: Ist's recht, daß man dem Kaiser den Zins gebe, oder nicht?

 

18 Da nun YESHUA merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich?

 

19 Weiset mir die Zinsmünze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar.

 

20 Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Überschrift?

 

21 Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und ELOHIM, was ELOHIMS ist!

 

22 Da sie das hörten, verwunderten sie sich und ließen ihn und gingen davon.

 

23 An dem Tage traten zu ihm die Sadduzäer, die da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn

 

24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht Kinder, so soll sein Bruder seine Frau heiraten und seinem Bruder Samen erwecken.

 

25 Nun sind bei uns gewesen sieben Brüder. Der erste freite und starb; und dieweil er nicht Samen hatte, ließ er seine Frau seinem Bruder;

 

26 desgleichen der andere und der dritte bis an den siebenten.

 

27 Zuletzt nach allen starb auch diese Frau.

 

28 Nun in der Auferstehung, wessen Frau wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt.

 

29 YESHUA aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt und wisset die Schrift nicht, noch die Kraft ELOHIMS.

 

30 In der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel ELOHIMS im Himmel.

 

31 Habt ihr nicht gelesen von der Toten Auferstehung, was euch gesagt ist von YEHOVAH (ELOHIM), der da spricht:

 

32 "Ich bin der ELOHIM Abrahams und der ELOHIM Isaaks und der ELOHIM Jakobs"? YEHOVAH (ELOHIM) aber ist nicht ein YEHOVAH (ELOHIM) der Toten, sondern der Lebendigen.

 

33 Und da solches das Volk hörte, entsetzten sie sich über seine Lehre.

 

34 Da aber die Pharisäer hörten, wie er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich.

 

35 Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach:

 

36 Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?

 

37 YESHUA aber sprach zu ihm: "Du sollst YEHOVAH ELOHIM lieben, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte."

 

38 Dies ist das vornehmste und größte Gebot.

 

39 Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

 

40 In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

 

41 Da nun die Pharisäer beieinander waren, fragte sie YESHUA

 

42 Was denkt ihr von HaMASHIACH? Wessen Sohn ist er? Sie antworteten: Davids.

 

43 Da fragte er sie: Wie kann ihn dann David durch den Geist ADON (κυριον) nennen, wenn er sagt (Psalm 110,1):

 

44 YEHOVAH (κυριος) sprach zu ADONAY (κυριω): Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege? (ELOHIM und der Sohn sind eins (ihm) Off. 3,21; 1. Joh. 5,7-8)

 

45 So nun David ihn ADONAY nennt, wie ist er dann sein Sohn?

 

46 Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und wagte auch niemand von dem Tage an hinfort, ihn zu fragen.

 

 

 

Kapitel 23

1 Da redete YESHUA zu dem Volk und zu seinen Jüngern

 

2 und sprach: Auf Mose's Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer.

 

3 Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen's wohl, und tun's nicht.

 

4 Sie binden aber schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen.

 

5 Alle ihre Werke aber tun sie, daß sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Säume an ihren Kleidern groß.

 

6 Sie sitzen gern obenan über Tisch und in den Schulen

 

7 und haben's gern, daß sie gegrüßt werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden.

 

8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, HaMASHIACH; ihr aber seid alle Brüder.

 

9 Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.

 

10 Und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, HaMASHIACH.

 

11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein.

 

12 Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.

 

13 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen.

 

14 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Häuser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen.

 

15 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, daß ihr einen Judengenossen macht; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr denn ihr seid!

 

16 Weh euch, verblendete Leiter, die ihr sagt: "Wer da schwört bei dem Tempel, das ist nichts; wer aber schwört bei dem Gold am Tempel, der ist's schuldig."

 

17 Ihr Narren und Blinden! Was ist größer: das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?

 

18 "Wer da schwört bei dem Altar, das ist nichts; wer aber schwört bei dem Opfer, das darauf ist, der ist's schuldig."

 

19 Ihr Narren und Blinden! Was ist größer: das Opfer oder der Altar, der das Opfer heiligt?

 

20 Darum, wer da schwört bei dem Altar, der schwört bei demselben und bei allem, was darauf ist.

 

21 Und wer da schwört bei dem Tempel, der schwört bei demselben und bei dem, der darin wohnt.

 

22 Und wer da schwört bei dem Himmel, der schwört bei dem Stuhl ELOHIMS und bei dem, der darauf sitzt.

 

23 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Dill und Kümmel, und laßt dahinten das Schwerste im Gesetz, nämlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Dies soll man tun und jenes nicht lassen.

 

24 Ihr verblendeten Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschluckt!

 

25 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Fraßes!

 

26 Du blinder Pharisäer, reinige zum ersten das Inwendige an Becher und Schüssel, auf das auch das Auswendige rein werde!

 

27 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und alles Unflats!

 

28 Also auch ihr: von außen scheint ihr den Menschen fromm, aber in wendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend.

 

29 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Gräber bauet und schmücket der Gerechten Gräber

 

30 und sprecht: Wären wir zu unsrer Väter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut!

 

31 So gebt ihr über euch selbst Zeugnis, daß ihr Kinder seid derer, die die Propheten getötet haben.

 

32 Wohlan, erfüllet auch ihr das Maß eurer Väter!

 

33 Ihr Schlangen und Otterngezücht! wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?

 

34 Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und deren werdet ihr etliche töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in ihren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der anderen;

 

35 auf daß über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Zacharias, des Sohnes Berechja's, welchen ihr getötet habt zwischen dem Tempel und dem Altar.

 

36 Wahrlich ich sage euch, daß solches alles wird über dies Geschlecht kommen.

 

37 Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!

 

38 Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden. (Psalm 69,26)

 

39 Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen YEHOVAHS!

 

 

 

Kapitel 24

1 Und YESHUA ging hinweg von dem Tempel, und seine Jünger traten zu ihm, daß sie ihm zeigten des Tempels Gebäude.

 

2 YESHUA aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde.

 

3 Und als er auf dem Ölberge saß, traten zu ihm seine Jünger besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das alles geschehen? Und welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und des Endes der Welt?

 

4 YESHUA aber antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, daß euch nicht jemand verführe.

 

5 Denn es werden viele kommen unter meinem Namen, und sagen: "Ich bin hamashiach" und werden viele verführen.

 

6 Ihr werdet hören Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und erschreckt euch nicht. Das muß zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da.

 

7 Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich gegen das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder.

 

8 Da wird sich allererst die Not anheben.

 

9 Alsdann werden sie euch überantworten in Trübsal und werden euch töten. Und ihr müßt gehaßt werden um meines Namens willen von allen Völkern.

 

10 Dann werden sich viele ärgern und werden untereinander verraten und werden sich untereinander hassen.

 

11 Und es werden sich viel falsche Propheten erheben und werden viele verführen.

 

12 und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten.

 

13 Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig.

 

14 Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis über alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

 

15 Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung (davon gesagt ist durch den Propheten Daniel), daß er steht an der heiligen Stätte (wer das liest, der merke darauf! (Off. 13,14-15)),

 

16 alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist;

 

17 und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen;

 

18 und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen.

 

19 Weh aber den Schwangeren und Säugerinnen zu der Zeit!

 

20 Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat.

 

21 Denn es wird alsbald eine große Trübsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und wie auch nicht werden wird.

 

22 Und wo diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt.

 

23 So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist hamashiach! oder: da! so sollt ihr's nicht glauben.

 

24 Denn es werden falsche hamashiache und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführt werden in dem Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten.

 

25 Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt.

 

26 Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! so gehet nicht hinaus, -siehe, er ist in der Kammer! so glaubt nicht.

 

27 Denn gleichwie ein Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.

 

28 Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.

 

29 Bald aber nach der Trübsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen.

 

30 Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.

 

31 Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem anderen.

 

32 An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter gewinnt, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist.

 

33 Also auch wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist.

 

34 Wahrlich ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dieses alles geschehe.

 

35 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.

 

36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, sondern allein mein Vater.

 

37 Aber gleichwie es zur Zeit Noah's war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.

 

38 Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut, sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich heiraten, bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging.

 

39 und achteten's nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.

 

40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen, und der andere wird verlassen werden.

 

41 Zwei werden mahlen auf der Mühle; eine wird angenommen, und die andere wird verlassen werden.

 

42 Darum wachet, denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer ADONEICHA kommen wird.

 

43 Das sollt ihr aber wissen: Wenn der Hausvater wüßte, welche Stunde der Dieb kommen wollte, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen lassen.

 

44 Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr's nicht meinet.

 

45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den Adonav über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe?

 

46 Selig ist der Knecht, den Adonav, wenn er kommt, das tun sieht.

 

47 Wahrlich ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.

 

48 Wenn aber jener als ein böser Knecht in seinem Herzen sagt: Adoneinu kommt noch lange nicht,

 

49 und fängt an zu schlagen seine Mitknechte, ißt und trinkt mit den Trunkenen:

 

50 so wird Adoney des Knechtes kommen an dem Tage, des er sich nicht versieht, und zu einer Stunde, die er nicht meint,

 

51 und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm sein Teil geben bei den Heuchlern; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

 

 

 

 

Kapitel 25

1 Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen.

 

2 Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug.

 

3 Die törichten nahmen Öl in ihren Lampen; aber sie nahmen nicht Öl mit sich.

 

4 Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen.

 

5 Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.

 

6 Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; geht aus ihm entgegen!

 

7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen.

 

8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen.

 

9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krämern und kauft für euch selbst.

 

10 Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen.

 

11 Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Adoneinu, Adoneinu, tu uns auf!

 

12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht.

 

13 Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.

 

14 Gleichwie ein Mensch, der über Land zog, rief seine Knechte und tat ihnen seine Güter aus;

 

15 und einem gab er fünf Zentner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jedem nach seinem Vermögen, und zog bald hinweg.

 

16 Da ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann andere fünf Zentner.

 

17 Desgleichen, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere.

 

18 Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg Adonav‘s Geld.

 

19 Über eine lange Zeit kam HaAdon dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen.

 

20 Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere fünf Zentner dar und sprach: Adoneinu, du hast mir fünf Zentner ausgetan; siehe da, ich habe damit andere fünf Zentner gewonnen.

 

21 Da sprach Adonav zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu Adoneicha‘s Freude!

 

22 Da trat auch herzu, der zwei Zentner erhalten hatte, und sprach: Adoneinu, du hast mir zwei Zentner gegeben; siehe da, ich habe mit ihnen zwei andere gewonnen.

 

23 HaAdon sprach zu ihm: Ei du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu Adoneicha‘s Freude!

 

24 Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Adonai, ich wußte, dass du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht gestreut hast;

 

25 und fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine.

 

26 HaAdon aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! Wußtest du, daß ich schneide, da ich nicht gesät habe, und sammle, da ich nicht gestreut habe?

 

27 So solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine zu mir genommen mit Zinsen.

 

28 Darum nehmt von ihm den Zentner und gebt es dem, der zehn Zentner hat.

 

29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.

 

30 Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

 

31 Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit,

 

32 und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet,

 

33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zu seiner Linken.

 

34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!

 

35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt.

 

36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.

 

37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist? oder durstig und haben dich getränkt?

 

38 Wann haben wir dich als einen Gast gesehen und beherbergt? oder nackt und dich bekleidet?

 

39 Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen und sind zu dir gekommen?

 

40 Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

 

41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!

 

42 Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getränkt.

 

43 Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besucht.

 

44 Da werden sie ihm antworten und sagen: Adoneinu, wann haben wir dich gesehen hungrig oder durstig oder als einen Gast oder nackt oder krank oder gefangen und haben dir nicht gedient?

 

45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.

 

46 Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben.

 

 

 

 

Kapitel 26

1 Und es begab sich, da YESHUA alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern:

 

2 Ihr wisset, daß nach zwei Tagen Ostern wird; und des Menschen Sohn wird überantwortet werden, daß er gekreuzigt werde.

 

3 Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Ältesten im Volk in den Palast des Hohenpriesters, der da hieß Kaiphas,

 

4 und hielten Rat, wie sie YESHUA mit List griffen und töteten.

 

5 Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volk!

 

6 Da nun YESHUA war zu Bethanien im Hause Simons, des Aussätzigen,

 

7 da trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Glas mit köstlichem Wasser und goß es auf sein Haupt, da er zu Tische saß.

 

8 Da das seine Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung?

 

9 Dieses Wasser hätte mögen teuer verkauft und den Armen gegeben werden.

 

10 Da das YESHUA merkte, sprach er zu ihnen: Was beargwöhnt ihr diese Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.

 

11 Ihr habt allezeit Arme bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.

 

12 Daß sie dies Wasser hat auf meinen Leib gegossen, hat sie getan, daß sie mich zum Grabe bereite.

 

13 Wahrlich ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

 

14 Da ging hin der Zwölf einer, mit Namen Judas Ischariot, zu den Hohenpriestern

 

15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge.

 

16 Und von dem an suchte er Gelegenheit, daß er ihn verriete.

 

17 Aber am ersten Tag der süßen Brote traten die Jünger zu YESHUA und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir bereiten das Osterlamm zu essen?

 

18 Er sprach: Gehet hin in die Stadt zu einem und sprecht der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir Ostern halten mit meinen Jüngern.

 

19 Und die Jünger taten wie ihnen YESHUA befohlen hatte, und bereiteten das Osterlamm.

 

20 Und am Abend setzte er sich zu Tische mit den Zwölfen.

 

21 Und da sie aßen, sprach er: Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.

 

22 Und sie wurden sehr betrübt und hoben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm: Adoneinu, bin ich's?

 

23 Er antwortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchte, der wird mich verraten.

 

24 Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihm besser, daß er nie geboren wäre.

 

25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.

 

26 Da sie aber aßen, nahm YESHUA das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.

 

27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;

 

28 das ist mein Blut des neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.

 

29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesen Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.

 

30 Und da sie den Lobgesang gesungen hatte, gingen sie hinaus an den Ölberg.

 

31 Da sprach YESHUA zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir. Denn es steht geschrieben: "Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen."

 

32 Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa.

 

33 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr ärgern.

 

34 YESHUA sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

 

35 Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müßte, so will ich dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Jünger.

 

36 Da kam YESHUA mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethsemane, und sprach zu seinen Jüngern: Setzet euch hier, bis daß ich dorthin gehe und bete.

 

37 Und nahm zu sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen.

 

38 Da sprach YESHUA zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet mit mir!

 

39 Und ging hin ein wenig, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch von mir; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!

 

40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?

 

41 Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.

 

42 Zum andernmal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so geschehe dein Wille!

 

43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voll Schlafs.

 

44 Und er ließ sie und ging abermals hin und betete zum drittenmal und redete dieselben Worte.

 

45 Da kam er zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach wollt ihr nur schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist hier, daß des Menschen Sohn in der Sünder Hände überantwortet wird.

 

46 Stehet auf, laßt uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät!

 

47 Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, der Zwölf einer, und mit ihm eine große Schar, mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volks.

 

48 Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet.

 

49 Und alsbald trat er zu YESHUA und sprach: Gegrüßet seist du, Rabbi! und küßte ihn.

 

50 YESHUA aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du gekommen? Da traten sie hinzu und legten die Hände an YESHUA und griffen ihn.

 

51 Und siehe, einer aus denen, die mit YESHUA waren, reckte die Hand aus und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab.

 

52 Da sprach YESHUA zu ihm; Stecke dein Schwert an seinen Ort! denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.

 

53 Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel?

 

54 Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen.

 

55 Zu der Stunde sprach YESHUA zu den Scharen: Ihr seid ausgegangen wie zu einem Mörder, mit Schwertern und Stangen, mich zu fangen. Bin ich doch täglich gesessen bei euch und habe gelehrt im Tempel, und ihr habt mich nicht gegriffen.

 

56 Aber das ist alles geschehen, daß erfüllet würden die Schriften der Propheten. Da verließen ihn die Jünger und flohen.

 

57 Die aber YESHUA gegriffen hatten, führten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, dahin die Schriftgelehrten und Ältesten sich versammelt hatten.

 

58 Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis in den Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte.

 

59 Die Hohenpriester aber und die Ältesten und der ganze Rat suchten falsch Zeugnis gegen YESHUA, auf daß sie ihn töteten,

 

60 und fanden keins. Und wiewohl viel falsche Zeugen herzutraten, fanden sie doch keins. Zuletzt traten herzu zwei falsche Zeugen

 

61 und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel ELOHIMS abbrechen und in drei Tagen ihn bauen.

 

62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen?

 

63 Aber YESHUA schwieg still. Und der Hohepriester antwortete und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen ELOHIM, daß du uns sagest, ob du seist HaMASHIACH, der Sohn ELOHIMS.

 

64 YESHUA sprach zu ihm: Du sagst es. Doch ich sage euch: Von nun an wird's geschehen, daß ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen in den Wolken des Himmels.

 

65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat ELOHIM gelästert! Was bedürfen wir weiteres Zeugnis? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehört.

 

66 Was dünkt euch? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig!

 

67 Da spieen sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht

 

68 und sprachen: Weissage uns, MASHIACH, wer ist's, der dich schlug?

 

69 Petrus aber saß draußen im Hof; und es trat zu ihm eine Magd und sprach: Und du warst auch mit dem YESHUA aus Galiläa.

 

70 Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst.

 

71 Als er aber zur Tür hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da waren: Dieser war auch mit dem YESHUA von Nazareth.

 

72 Und er leugnete abermals und schwur dazu: Ich kenne den Menschen nicht.

 

73 Und über eine kleine Weile traten die hinzu, die dastanden, und sprachen zu Petrus: Wahrlich du bist auch einer von denen; denn deine Sprache verrät dich.

 

74 Da hob er an sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne diesen Menschen nicht. Uns alsbald krähte der Hahn.

 

75 Da dachte Petrus an die Worte YESHUA, da er zu ihm sagte: "Ehe der Hahn krähen wird, wirst du mich dreimal verleugnen", und ging hinaus und weinte bitterlich.

 

 

 

 

Kapitel 27

1 Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volks einen Rat über YESHUA, daß sie ihn töteten.

 

2 Und banden ihn, führten ihn hin und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus.

 

3 Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereute es ihn, und brachte wieder die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten

 

4 und sprach: Ich habe übel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe.

 

5 Sie sprachen: Was geht uns das an? Da siehe du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hob sich davon, ging hin und erhängte sich selbst.

 

6 Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen, denn es ist Blutgeld.

 

7 Sie hielten aber einen Rat und kauften den Töpfersacker darum zum Begräbnis der Pilger.

 

8 Daher ist dieser Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag.

 

9 Da ist erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er spricht: "Sie haben genommen dreißig Silberlinge, damit bezahlt war der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel,

 

10 und haben sie gegeben um den Töpfersacker, wie mir YEHOVAH befohlen hat."

 

11 YESHUA aber stand vor dem Landpfleger; und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Juden König? YESHUA aber sprach zu ihm: Du sagst es.

 

12 Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und Ältesten, antwortete er nicht.

 

13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, wie hart sie dich verklagen?

 

14 Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also daß der Landpfleger sich verwunderte.

 

15 Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.

 

16 Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor anderen, der hieß Barabbas.

 

17 Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe? Barabbas oder YESHUA, von dem gesagt wird, er sei HaMASHIACH?

 

18 Denn er wußte wohl, daß sie ihn aus Neid überantwortet hatten.

 

19 Und da er auf dem Richtstuhl saß, schickte sein Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum seinetwegen.

 

20 Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten das Volk, daß sie um Barabbas bitten sollten und YESHUA umbrächten.

 

21 Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soll losgeben? Sie sprachen: Barabbas.

 

22 Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit YESHUA, von dem gesagt wird er sei HaMASHIACH? Sie sprachen alle: Laß ihn kreuzigen!

 

23 Der Landpfleger sagte: Was hat er denn Übles getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Laß ihn kreuzigen!

 

24 Da aber Pilatus sah, daß er nichts schaffte, sondern daß ein viel größer Getümmel ward, nahm er Wasser und wusch die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten, sehet ihr zu!

 

25 Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder.

 

26 Da gab er ihnen Barabbas los; aber YESHUA ließ er geißeln und überantwortete ihn, daß er gekreuzigt würde.

 

27 Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers YESHUA zu sich in das Richthaus und sammelten über ihn die ganze Schar

 

28 und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an

 

29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßt seist du, der Juden König!

 

30 und spieen ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt.

 

31 Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm seine Kleider an und führten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten.

 

32 Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trug.

 

33 Und da sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeutscht Schädelstätte,

 

34 gaben sie ihm Essig zu trinken mit Galle vermischt; und da er's schmeckte, wollte er nicht trinken.

 

35 Da sie ihn aber gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, auf daß erfüllet würde, was gesagt ist durch den Propheten: "Sie haben meine Kleider unter sich geteilt, und über mein Gewand haben sie das Los geworfen."

 

36 Und sie saßen allda und hüteten sein.

 

37 Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist YESHUA, der KÖNIG der JUDEN.

 

38 Und da wurden zwei Mörder mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken.

 

39 Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe

 

40 und sprachen: Der du den Tempel ELOHIMS zerbrichst und baust ihn in drei Tagen, hilf dir selber! Bist du ELOHIMS Sohn, so steig herab von Kreuz.

 

41 Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen:

 

42 Andern hat er geholfen, und kann sich selber nicht helfen. Ist er der König Israels, so steige er nun vom Kreuz, so wollen wir ihm glauben.

 

43 Er hat ELOHIM vertraut; der erlöse ihn nun, hat er Lust zu ihm; denn er hat gesagt: Ich bin ELOHIMS Sohn.

 

44 Desgleichen schmähten ihn auch die Mörder, die mit ihm gekreuzigt waren.

 

45 Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis über das ganze Land bis zu der neunten Stunde.

 

46 Und um die neunte Stunde schrie YESHUA laut: Eli, Eli, lama sabachthani? (Psalm 22,1) Das heißt: Mein ELOHIM, mein ELOHIM, warum hast du mich verlassen?

 

47 Etliche aber, die dastanden, da sie das hörten, sprachen sie: Der ruft den Elia.

 

48 Und alsbald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn an ein Rohr und tränkte ihn.

 

49 Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elia komme und ihm helfe.

 

50 Aber YESHUA schrie abermals laut und verschied.

 

51 Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von obenan bis untenaus.

 

52 Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, die Gräber taten sich auf, und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen,

 

53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.

 

54 Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahrten YESHUA, da sie sahen das Erdbeben und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich dieser ist ELOHIMS Sohn gewesen!

 

55 Und es waren viele Frauen da, die von ferne zusahen, die da YESHUA nachgefolgt waren aus Galiläa und ihm gedient hatten;

 

56 unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter der Kinder des Zebedäus.

 

57 Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hieß Joseph, welcher auch ein Jünger YESHUA war.

 

58 Der ging zu Pilatus und bat ihn um den Leib YESHUA. Da befahl Pilatus man sollte ihm ihn geben.

 

59 Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand

 

60 und legte ihn in sein eigenes Grab, welches er hatte lassen in einen Fels hauen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon.

 

61 Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab.

 

62 Des andern Tages, der da folgt nach dem Rüsttage, kamen die Hohenpriester und Pharisäer sämtlich zu Pilatus

 

63 und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen.

 

64 Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Jünger kommen und stehlen ihn und sagen dem Volk: Er ist auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug ärger denn der erste.

 

65 Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter; gehet hin und verwahret, wie ihr wisset.

 

66 Sie gingen hin und verwahrten das Grab mit Hütern und versiegelten den Stein.

 

 

 

Kapitel 28

1 Als aber der Sabbat um war und der erste Tag der Woche anbrach, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen.

 

2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel YEHOVAHS kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Tür und setzte sich darauf.

 

3 Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weiß wie Schnee.

 

4 Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als wären sie tot.

 

5 Aber der Engel antwortete und sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, daß ihr YESHUA, den Gekreuzigten, sucht.

 

6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, da ADONEINU gelegen hat.

 

7 Und gehet eilend hin und sagt es seinen Jüngern, daß er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.

 

8 Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, daß sie es seinen Jüngern verkündigten. Und da sie gingen seinen Jüngern zu verkündigen,

 

9 siehe, da begegnete ihnen YESHUA und sprach: Seid gegrüßet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füße und fielen vor ihm nieder.

 

10 Da sprach YESHUA zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, daß sie gehen nach Galiläa; daselbst werden sie mich sehen.

 

11 Da sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von den Hütern in die Stadt und verkündigten den Hohenpriestern alles, was geschehen war.

 

12 Und sie kamen zusammen mit den Ältesten und hielten einen Rat und gaben den Kriegsknechten Geld genug

 

13 und sprachen: Saget: Seine Jünger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wir schliefen.

 

14 Und wo es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen und schaffen, daß ihr sicher seid.

 

15 Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehrt waren. Solches ist eine gemeine Rede geworden bei den Juden bis auf den heutigen Tag.

 

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf einen Berg, dahin YESHUA sie beschieden hatte.

 

17 Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten.

 

18 Und YESHUA trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.

 

19 Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (vergleiche 2. Kor. 13,13; 1. Joh. 5,7-8),

 

20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

 

 

 

Es gibt keine Taufe im Namen einer „Dreifaltigkeit“! Die trinitarische Formel: im Namen des Vaters und des Sohnes und es Heiligen Geistes wurde möglicherweise später dazugefügt! Die Taufe auf den Namen des Herrn Jesus/Jesu Christi ist belegt: Apg. 2,38; Apg. 8,12,16; Apg. 19,5. Der Missionsbefehl wurde ohne Trinität geboten, nach Mark 16,16, Luk. 24,47Apg. 1,8Siehe auch im Hebräischen Evangelium von 1380 (Link). Die neue messianische Version der Bibel, hat: "Geht hin und machet Jünger aus allen Völkern in meinem Namen, lehret sie alles, was ich euch befohlen habe!“.  Eusebius schreibt genau dasselbe.

 

 http://buchererpianos.ch/Neues_Testament/Eusebius.jpg

 

YEHOVAH = ADONAY/mein HERR, ADON = HERR, Adon = Herr, Adoni = mein Herr, Adoneinu = unser Herr, Adoneicha = euer Herr, HaShem = the NAME.
YHVH = YeHoVaH = יהוה HaADON = der HERR, HaMASHIACH = der Messias/ Christus, YESHUA = Jesus, YHVH = YeHoVaH. Es gibt nur wenig Leute die YeHoWaH sagen/schreiben. “Yahweh” von YHWH = YaHWeH ist das hebräische Wort für Jupiter (IOVE = Latin ablative). Ich sehe Yahwe(h) als falschen Namen für Gott , welcher ungefähr 1833 (Gesenius) eingeführt wurde. “Jehovah” ist der häufigst benannte Name Gottes in Google! Das “J” ist nur etwa 300 Jahre alt. Der hebräische Buchstabe ist Yod = Y. Juden sagen statt YEHOVAH: Hashem, HaShem oder ADONAI/ADONAY.

 

 

 

 

 

 

http://buchererpianos.ch/Mark_files/Mark.jpg

 

Markus

 

Kapitel 1

 

 

 

 

1 Dies ist der Anfang des Evangeliums von YESHUA HaMASHIACH (gr./de. IESUS CHRISTUS), dem Sohn ELOHIMS,

 

2 wie geschrieben stehet in den Propheten: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der da bereite deinen Weg vor dir!

 

3 Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg YEHOVAHS, machet seine Steige richtig!

 

4 Johannes, der war in der Wüste, taufte und predigte von der Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.

 

5 Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und die von Jerusalem und ließen sich alle von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden.

 

6 Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und mit einem ledernen Gürtel um seine Lenden und aß Heuschrecken und wilden Honig.

 

7 Und predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der ist stärker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, daß ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe auflöse.

 

8 Ich taufe euch mit Wasser; aber er wird euch mit dem RUACH Ha’KODESH taufen.

 

9 Und es begab sich zu derselbigen Zeit, daß YESHUA aus Galiläa von Nazareth kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan.

 

10 Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, daß sich der Himmel auftat, und HaRUACH gleichwie eine Taube herab kommen auf ihn.

 

11 Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber SOHN, an dem ich Wohlgefallen habe.

 

12 Und bald trieb ihn HaRUACH in die Wüste.  

 

13 Und war in der Wüste vierzig Tage, ward versucht von Satan und war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.

 

14 Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam YESHUA nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom KÖNIGREICH ELOHIMS

 

15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das KÖNIGREICH ELOHIMS ist herbeikommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

 

16 Da er aber an dem Galiläischen See ging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, daß sie ihre Netze in den See warfen; denn sie waren Fischer.

 

17 Und YESHUA sprach zu ihnen: Folget mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.

 

18 Alsbald verließen sie ihre Netze und folgeten ihm nach.

 

19 Und da er von dannen ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, daß sie die Netze im Schiff flickten; und bald rief er sie.

 

20 Und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Schiff mit den Tagelöhnern und folgeten ihm nach.

 

21 Und sie gingen gen Kapernaum; und bald an den Sabbaten ging er in die Synagogen und lehrte.

 

22 Und sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrte gewaltiglich und nicht wie die Schriftgelehrten.

 

23 Und es war in ihrer Synagoge ein Mensch, besessen mit einem unsaubern Geist, der schrie

 

24 und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, YESHUA von Nazareth? Du bist gekommen, uns zu verderben. Ich weiß, wer du bist, der Heilige ELOHIMS.

 

25 Und YESHUA bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm!

 

26 Und der unsaubere Geist riß ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm.

 

27 Und sie entsetzten sich alle, also daß sie untereinander sich befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das für eine neue Lehre? Er gebietet mit Gewalt den unsaubern Geistern, und sie gehorchen ihm.

 

28 Und sein Gerücht erscholl bald umher an die Grenze Galiläas.

 

29 Und sie gingen bald aus der Synagoge und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.

 

30 Und Simons Fraus Mutter lag und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr.

 

31 Und er trat zu ihr und richtete sie auf und hielt sie bei der Hand; und das Fieber verließ sie bald, und sie diente ihnen.

 

32 Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Kranke und Besessene.

 

33 Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Tür.

 

34 Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Dämonen aus und ließ die Teufel nicht reden; denn sie kannten ihn.

 

35 Und des Morgens vor Tag stand er auf und ging hinaus. Und er ging in eine einsame Stätte und betete daselbst.

 

36 Und Petrus mit denen, die bei ihm waren, eilten ihm nach.

 

37 Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht dich.

 

38 Und er sprach zu ihnen: Laßt uns in die nächsten Städte gehen, daß ich daselbst auch predige; denn dazu bin ich kommen.

 

39 Und er predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.

 

40 Und es kam zu ihm ein Aussätziger, der bat ihn, kniete vor ihm und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich wohl reinigen.

 

41 Und es jammerte YESHUA, er und reckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereinigt!

 

42 Und als er so sprach, ging der Aussatz alsbald von ihm, und er ward rein.

 

43 Und YESHUA bedrohte ihn und trieb ihn alsbald von sich

 

44 und sprach zu ihm: Siehe zu, daß du niemand nichts sagest, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, zum Zeugnis über sie.

 

45 Er aber, da er hinauskam, hob an und sagte viel davon und machte die Geschichte ruchbar, also daß er hinfort nicht mehr konnte öffentlich in die Stadt gehen, sondern er war draußen in den wüsten Örtern. Und sie kamen zu ihm von allen Enden.

 

 

 

 

Kapitel 2

 

 

 

 

1 Und über etliche Tage ging er wiederum gen Kapernaum; und es ward ruchbar, daß er im Hause war.

 

2 Und alsbald versammelten sich viele, also daß sie nicht Raum hatten, auch draußen vor der Tür. Und er sagte ihnen das Wort.

 

3 Und es kamen etliche zu ihm, die brachten einen Gichtbrüchigen, von vieren getragen.

 

4 Und da sie nicht konnten zu ihm kommen vor dem Volk, deckten sie das Dach auf, da er war, und gruben's auf und ließen das Bett hernieder, da der Gichtbrüchige innen lag.

 

5 Da aber YESHUA ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.

 

6 Es waren aber etliche Schriftgelehrte, die saßen allda und gedachten in ihrem Herzen:

 

7 Wie redet dieser solche Lästerungen? Wer kann Sünde vergeben denn allein ELOHIM?

 

8 Und YESHUA erkannte bald in seinem Geist, daß sie also gedachten bei sich selbst, und sprach zu ihnen: Was gedenket ihr solches in euren Herzen?

 

9 Welches ist leichter, zu dem Gichtbrüchigen zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder: Stehe auf, nimm dein Bett und wandele?

 

10 Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sünden auf Erden, sprach er zu dem Gichtbrüchigen:

 

11 Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim!

 

12 Und alsbald stund er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor allen, also daß sie sich alle entsetzten und priesen ELOHIM und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.

 

13 Und er ging wiederum hinaus an das See; und alles Volk kam zu ihm, und er lehrete sie.

 

14 Und da er vorüberging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach.

 

15 Und es begab sich, da er zu Tische saß in seinem Hause, setzten sich viel Zöllner und Sünder zu Tische mit YESHUA und seinen Jüngern. Denn ihrer war viel, die ihm nachfolgeten.

 

16 Und die Schriftgelehrten und Pharisäer, da sie sahen, daß er mit den Zöllnern und Sündern aß, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isset und trinket er mit den Zöllnern und Sündern?

 

17 Da das YESHUA hörete, sprach er zu ihnen: Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin kommen, zu rufen die Sünder zur Buße und nicht die Gerechten.

 

18 Und die Jünger des Johannes und der Pharisäer fasteten viel; und es kamen etliche, die sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und der Pharisäer, und deine Jünger fasten nicht?

 

19 Und YESHUA sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsleute fasten, dieweil der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.

 

20 Es wird aber die Zeit kommen, daß der Bräutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten.

 

21 Niemand flicket einen Lappen von neuem Tuch an ein altes Kleid; denn der neue Lappen reißet doch vom alten, und der Riß wird ärger.

 

22 Und niemand fasset Most in alte Schläuche; sonst zerreißt der Most die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche kommen um. Sondern man soll Most in neue Schläuche fassen.

 

23 Und es begab sich, da er wandelte am Sabbat durch die Saat, und seine Jünger fingen an, indem sie gingen, Ähren auszuraufen.

 

24 Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Siehe zu, was tun deine Jünger am Sabbat, das nicht recht ist?

 

25 Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, da es ihm not war und ihn hungerte samt denen, die bei ihm waren,

 

26 wie er ging in das Haus ELOHIMS zur Zeit Abjathars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand durfte essen denn die Priester, und er gab sie auch denen, die bei ihm waren?

 

27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.

 

28 So ist des Menschen Sohn ADON auch des Sabbats.

 

 

 

 

Kapitel 3

 

 

 

 

1 Und er ging abermal in die Schule. Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrete Hand.

 

2 Und sie hielten auf ihn, ob er auch am Sabbat ihn heilen würde, auf daß sie eine Sache wider ihn hätten.

 

3 Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorreten Hand: Tritt hervor!

 

4 Und er sprach zu ihnen: Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben erhalten oder töten? Sie aber schwiegen stille.

 

5 Und er sah sie umher an mit Zorn und war betrübet über ihre verstockten Herzen und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und die Hand ward ihm gesund wie die andere.

 

6 Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten alsbald einen Rat mit des Herodes Dienern über ihn, wie sie ihn umbrächten.

 

7 Aber YESHUA entwich mit seinen Jüngern an das See. Und viel Volks folgte ihm nach aus Galiläa und aus Judäa

 

8 und von Jerusalem und aus Idumäa und von jenseit des Jordans und die um Tyrus und Sidon wohnen, eine große Menge, die seine Taten hörten, und kamen zu ihm. (Nichtjuden!)

 

9 Und er sprach zu seinen Jüngern, daß sie ihm ein Schifflein bereit hielten um des Volks willen, daß sie ihn nicht drängeten.

 

10 Denn er heilete ihrer viele, also daß sie ihn überfielen, alle, die geplagt waren, auf daß sie ihn anrühreten.

 

11 Und wenn ihn die unsaubern Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder, schrieen und sprachen: Du bist ELOHIMS Sohn!

 

12 Und er bedrohte sie hart, daß sie ihn nicht offenbar machten.

 

13 Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und die gingen hin zu ihm.

 

14 Und er ordnete die Zwölfe, daß sie bei ihm sein sollten, und daß er sie aussendete zu predigen,

 

15 und daß sie Macht hätten, die Seuchen zu heilen und die Teufel auszutreiben,

 

16 und gab Simon den Namen Petrus;

 

17 und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Bnehargem, das ist gesagt, Donnerskinder;

 

18 und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas und Jakobus, des Alphäus Sohn, und Thaddäus und Simon von Kana

 

19 und Judas Ischariot, der ihn verriet. Und sie kamen nach Hause;

 

20 und da kam abermal das Volk zusammen, also daß sie nicht Raum hatten zu essen.

 

21 Und da es hörten, die um ihn waren, gingen sie hinaus und wollten ihn halten; denn sie sprachen: Er wird von Sinnen kommen.

 

22 Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebub und durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.

 

23 Und er rief sie zusammen und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann ein Satan den andern austreiben?

 

24 Wenn ein Reich mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es nicht bestehen.

 

25 Und wenn ein Haus mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es nicht bestehen

 

26 Setzet sich nun der Satan wider sich selbst und ist mit ihm selbst uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm.

 

27 Es kann niemand einem Starken in sein Haus fallen und seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann sein Haus beraube.

 

28 Amen, ich sage euch, alle Sünden werden vergeben den Menschenkindern, auch Lästerungen, womit sie lästern;

 

29 wer aber HaRUACH lästert, der hat keine Vergebung ewiglich, sondern ist schuldig des ewigen Gerichts.

 

30 Denn sie sagten: Er hat einen unsaubern Ruach.

 

31 Und es kam seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen.

 

32 Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder draußen fragen nach dir.

 

33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder?

 

34 Und er sah rings um sich auf die Jünger, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das sind meine Mutter und meine Brüder.

 

35 Denn wer ELOHIMS Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

 

 

 

 

 

Kapitel 4

 

 

 

 

1 Und er fing abermal an zu lehren am See. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er mußte in ein Schiff treten und auf dem Wasser sitzen. Und alles Volk stand auf dem Lande am See.

 

2 Und er predigte ihnen lange durch Gleichnisse. Und in seiner Predigt sprach er zu ihnen:

 

3 Höret zu! Siehe, es ging ein Sämann aus, zu säen.

 

4 Und es begab sich, indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel unter dem Himmel und fraßen's auf.

 

5 Etliches fiel in das Steinige, da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte.

 

6 Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, verdorrete es.

 

7 Und etliches fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten's, und es brachte keine Frucht:

 

8 Und etliches fiel auf ein gut Land und brachte Frucht, die da zunahm und wuchs; und etliches trug dreißigfältig und etliches sechzigfältig und etliches hundertfältig.

 

9 Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

 

10 Und da er allein war, fragten ihn um dieses Gleichnis, die um ihn waren, samt den Zwölfen.

 

11 Und er sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, das Geheimnis des KÖNIGREICHS ELOHIMS zu wissen; denen aber draußen widerfährt es alles durch Gleichnisse,

 

12 auf daß sie es mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen und mit hörenden Ohren hören und doch nicht verstehen, auf daß sie sich nicht dermal einst bekehren, und ihre Sünden ihnen vergeben werden.

 

13 Und er sprach zu ihnen: Versteht ihr dieses Gleichnis nicht, wie wollet ihr denn die andern alle verstehen?

 

14 Der Sämann sät das Wort.

 

15 Diese sind's aber, die an dem Wege sind, wo das Wort gesät wird, und sie es gehört haben; so kommt alsbald der Satan und nimmt weg das Wort, das in ihr Herz gesät war.

 

16 Also auch die sind's, die aufs Steinige gesät sind; wenn sie das Wort gehöret haben, nehmen sie es bald mit Freuden auf

 

17 und haben keine Wurzel in ihnen, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Trübsal oder Verfolgung um des Worts willen erhebt, so ärgern sie sich alsbald.

 

18 Und diese sind's, die unter die Dornen gesät sind, dies sind die das Wort hören,

 

19 und die Sorge dieser Welt und der betrügliche Reichtum und viel andere Lüste gehen hinein und ersticken das Wort, und bleibt ohne Frucht.

 

20 Und diese sind's, die auf ein gut Land gesäet sind, die das Wort hören und nehmen's an und bringen Frucht, etlicher dreißigfältig und etlicher sechzigfältig und etlicher hundertfältig.

 

21 Und er sprach zu ihnen: Zündet man auch ein Licht an, daß man's unter einen Scheffel oder unter einen Tisch setze? Mitnichten, sondern daß man's auf einen Leuchter setze.

 

22 Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts Heimliches, das nicht hervorkomme.

 

23 Wer Ohren hat zu hören, der höre!

 

24 Und sprach zu ihnen: Sehet zu, was ihr höret! Mit welcherlei Maß ihr messet, wird man euch wieder messen; und man wird noch zugeben euch, die ihr dies höret.

 

25 Denn wer da hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird man nehmen, auch was er hat.

 

26 Und er sprach: Das KÖNIGREICH ELOHIMS hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft

 

27 und schläft und stehet auf Nacht und Tag, und der Same geht auf und wächst, daß er's nicht weiß.

 

28 Denn die Erde bringt von ihr selbst zum ersten das Gras, danach die Ähren, danach den vollen Weizen in den Ähren.

 

29 Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er bald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.

 

30 Und er sprach: Wem wollen wir das KÖNIGREICH ELOHIMS vergleichen und durch welch Gleichnis wollen wir es vorbilden?

 

31 Gleichwie ein Senfkorn, wenn das gesäet wird aufs Land, so ist's das kleinste unter allen Samen auf Erden.

 

32 Und wenn es gesät ist, so nimmt es zu und wird größer denn alle Kräuter und gewinnet große Zweige, also daß die Vögel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen können.

 

33 Und durch viele solche Gleichnisse sagte er ihnen das Wort, nach dem sie es hören konnten.

 

34 Und ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen; aber insonderheit legte er's seinen Jüngern alles aus.

 

35 Und an demselbigen Tage, des Abends, sprach er zu ihnen: Laßt uns hinüberfahren!

 

36 Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn, wie er im Schiff war; und es waren mehrere Schiffe bei ihm.

 

37 Und es erhob sich ein großer Sturm und warf die Wellen in das Schiff, so daß das Schiff voll ward.

 

38 Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Rabbi, fragst du nichts danach, daß wir verderben?  

 

39 Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zum See: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und es ward eine große Stille.

 

40 Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr furchtsam? Wie kommt es, daß ihr keinen Glauben habt?

 

41 Und sie fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist dieser Mann? Denn Wind und See sind ihm gehorsam.

 

 

 

 

 

Kapitel 5

 

 

 

 

1 Und sie kamen jenseit des Sees, in die Gegend der Gadarener.

 

2 Und als er aus dem Schiff trat, lief ihm alsbald entgegen aus den Gräbern ein besessener Mensch mit einem unsaubern Geist,

 

3 der seine Wohnung in den Gräbern hatte. Und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit Ketten.

 

4 Denn er war oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen und hatte die Ketten abgerissen und die Fesseln zerrieben, und niemand konnte ihn zähmen.

 

5 Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich mit Steinen.

 

6 Da er aber YESHUA sah von ferne, lief er zu und fiel vor ihm nieder, schrie laut und sprach:

 

7 Was hab' ich mit dir zu tun, o YESHUA, du Sohn ELOHIMS, des Allerhöchsten? Ich beschwöre dich bei ELOHIM, daß du mich nicht quälest!

 

8 Er aber sprach zu ihm: Fahre aus, du unsauberer Geist, von dem Menschen!

 

9 Und er fragte ihn: Wie heißest du? Und er antwortete und sprach: Legion heiße ich; denn unserer sindviele.

 

10 Und er bat ihn sehr, daß er sie nicht aus derselben Gegend triebe.

 

11 Und es war daselbst an den Bergen eine große Herde Säue auf der Weide.

 

12 Und die Teufel baten ihn alle und sprachen: Laß uns in die Säue fahren!

 

13 Und alsbald erlaubte ihnen YESHUA. Da fuhren die unsaubern Geister aus und fuhren in die Säue und die Herde stürzte sich mit einem Sturm in den See, ihrer war aber bei zweitausend; und ersoffen im See.

 

14 Und die Sauhirten (keine Juden) flohen und verkündigten dies in der Stadt und auf dem Land. Und sie gingen hinaus, zu sehen, was da geschehen war.

 

15 Und kamen zu YESHUA und sahen den, so von den Dämonen besessen war, daß er saß und war bekleidet und vernünftig; und sie fürchteten sich.

 

16 Und die es gesehen hatten, sagten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war, und von den Säuen.

 

17 Und sie fingen an und baten ihn, daß er aus ihrer Gegend zöge.

 

18 Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, daß er möchte bei ihm sein.

 

19 Aber YESHUA ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus und zu den Deinen und verkündige ihnen, wie große Wohltaten dir YEHOVAH getan und sich deiner erbarmet hat.

 

20 Und er ging hin und fing an auszurufen in den zehn Städten, wie große Wohltat ihm YESHUA getan hatte. Und jedermann verwunderte sich.

 

21 Und da YESHUA wieder herüberfuhr im Schiff, versammelte sich viel Volks zu ihm, und er war am See.

 

22 Und siehe, da kam einer von der Synagoge mit Namen Jairus. Und da er ihn sah, fiel er ihm zu Füßen

 

23 und bat ihn sehr und sprach: Meine Tochter ist in den letzten Zügen; du wollest kommen und deine Hand auf sie legen, daß sie gesund werde und lebe.

 

24 Und er ging hin mit ihm. Und es folgte ihm viel Volks nach, und sie drängten ihn.

 

25 Und da war eine Frau, die hatte den Blutgang zwölf Jahre gehabt

 

26 und viel erlitten von vielen Ärzten und hatte all ihr Vermögen darob verzehrt; und nichts half ihr, sondern vielmehr ward es viel ärger.

 

27 Da sie von YESHUA hörte, kam sie im Volk von hinten herzu und rührete sein Kleid an.

 

28 Denn sie sprach: Wenn ich nur sein Kleid anrühren vermöchte, so würde ich gesund.  

 

29 Und alsbald vertrocknete der Fluss ihres Blutes; und sie fühlte es am Leib, daß sie von ihrer Plage geheilt worden war.

 

30 Und YESHUA fühlte alsbald an ihm selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, und wandte sich um zum Volk und sprach: Wer hat meine Kleider angerührt?

 

31 Und die Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, daß dich das Volk drängt, und sprichst: Wer hat mich angerührt?

 

32 Und er sah sich um nach ihr, die das getan hatte.

 

33 Das Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wußte, was an ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.

 

34 Er sprach aber zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht. Gehe hin mit Frieden und sei gesund von deiner Plage!

 

35 Da er noch also redete, kamen etliche vom Gesinde des Obersten der Synagoge und sprachen: Deine Tochter ist gestorben, was bemühst du weiter den Lehrer?

 

36 YESHUA aber hörete bald die Rede, die da gesagt ward, und sprach zu dem Obersten der Synagoge: Fürchte dich nicht; glaube nur!

 

37 Und ließ niemand ihm nachfolgen als Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.

 

38 Und er kam in das Haus des Obersten der Synagoge und sah das Getümmel, und die da sehr weinten und heulten

 

39 Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was tummelt und weinet ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn.

 

40 Und er trieb sie alle aus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren, und ging hinein, da das Kind lag.

 

41 Und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihr: „Talitha, kumi“! das ist verdolmetschet: Mägdlein, ich sage dir, stehe auf!

 

42 Und alsbald stand das Mägdlein auf und lief. Sie war zwölf Jahre alt. Und die Leute entsetzten sich über die Maßen.

 

43 Und er verbot ihnen hart, daß es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben.

 

 

 

 

 

Kapitel 6

 

 

 

 

1 Und er ging aus von dannen und kamen in sein Vaterland; und seine Jünger folgten ihm nach.

 

2 Und da der Sabbat kam, hob er an zu lehren in ihrer Synagoge: Und viele, die es hörten, verwunderten sich seiner Lehre und sprachen: Woher kommt ihm solches? und: Was für Weisheit ist's, die ihm gegeben ist, und solche Taten, die durch seine Hände geschehen?

 

3 Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern alle hier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm.

 

4 YESHUA aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als im Vaterland und daheim bei den Seinen.

 

5 Und er konnte dort nicht eine einzige Tat tun, außer dass er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte.

 

6 Und er verwunderte sich ihres Unglaubens. Und er ging umher in die Dörfer im Kreis und lehrte.

 

7 Und er berief die Zwölf und hob an und sandte sie je zwei und zwei und gab ihnen Macht über die unsauberen Geister.

 

8 Und gebot ihnen, daß sie nichts bei sich trügen auf dem Wege als allein einen Stab, aber keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Gürtel,

 

9 wohl aber Schuhe an den Füßen. Und zieht nicht zwei Hemden an!

 

10 Und sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus gehen werdet, da bleibet drinnen, bis ihr von dannen ziehet.

 

11 Und welche euch nicht aufnehmen noch hören, da gehet von dannen heraus und schüttelt den Staub ab von euren Füßen zu einem Zeugnis über sie. Ich sage euch: Amen, es wird Sodom und Gomorra am Jüngsten Gerichte erträglicher ergehen denn solcher Stadt.

 

12 Und sie gingen und predigten, man sollte Buße tun.

 

13 Und trieben viele Teufel aus und salbeten viele Sieche mit Öl und machten sie gesund.

 

14 Und es kam vor den König Herodes, denn sein Name war nun bekannt; und er sprach: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; darum tut er solche Taten.

 

15 Etliche aber sprachen: Er ist Elia; etliche aber: Er ist ein Prophet oder einer von den Propheten.

 

16 Da es aber Herodes hörte, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe; der ist von den Toten auferstanden.

 

17 Er aber, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes gegriffen und ins Gefängnis gelegt um der Herodias willen, seines Bruders Philippus Frau; denn er hatte sie gefreit.

 

18 Johannes aber sprach zu Herodes: Es ist nicht recht, daß du deines Bruders Frau habest.

 

19 Herodias aber stellete ihm nach und wollte ihn töten und konnte nicht.

 

20 Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrete ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gerne.

 

21 Und es kam ein gelegener Tag, daß Herodes zu seinem Geburtstag ein Abendmahl gab den Obersten und Hauptleuten und Vornehmsten in Galiläa.

 

22 Da trat hinein die Tochter der Herodias und tanzete, und gefiel wohl dem Herodes und denen, die am Tisch saßen. Da sprach der König zum Mädchen: Bitte von mir, was du willst; ich will dir's geben.

 

23 Und schwur ihr einen Eid: Was du wirst von mir erbitten, will ich dir geben, bis an die Hälfte meines Königreichs.

 

24 Sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Täufers.

 

25 Und sie ging bald hinein mit Eile zum Könige, bat und sprach: Ich will, daß du mir gebest jetzt sobald auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers.

 

26 Der König ward betrübt; doch um des Eides willen und derer, die am Tische saßen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun.

 

27 Und bald schickte hin der König den Henker und hieß sein Haupt herbringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis.

 

28 Und trug her sein Haupt auf einer Schüssel und gab's dem Mägdlein, und das Mägdlein gab's ihrer Mutter.

 

29 Und da das seine Jünger hörten, kamen sie und nahmen seinen Leib und legten ihn in ein Grab.

 

30 Und die Apostel kamen zu YESHUA zusammen und verkündigten ihm das alles, und was sie getan und gelehret hatten.

 

31 Und er sprach zu ihnen: Lasset uns weg in eine Wüste gehen und ruhet ein wenig. Denn ihrer waren viele, die ab und zu gingen, und hatten nicht Zeit genug zu essen.

 

32 Und sie fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich allein.

 

33 Und das Volk sah sie wegfahren, und viele kannten ihn und liefen daselbst hin miteinander zu Fuß aus allen Städten und kamen ihnen zuvor, und kamen zu ihm.

 

34 Und YESHUA ging heraus und sah das große Volk; und es jammerte ihn derselben, denn sie waren wie die Schafe, die keinen Hirten haben; und fing an eine lange Predigt.

 

35 Da nun der Tag fast dahin war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Es ist wüste hier, und der Tag ist nun dahin.

 

36 Laß sie von dir, daß sie hingehen umher in die Dörfer und Märkte und kaufen sich Brot; denn sie haben nicht zu essen.

 

37 YESHUA aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und für zweihundert Shekel Brot kaufen und ihnen zu essen geben?

 

38 Er aber sprach zu ihnen: Wieviel Brote habt ihr? Gehet hin und sehet! Und da sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf und zwei Fische.

 

39 Und er gebot ihnen, daß sie sich alle lagerten bei Tischen voll auf das grüne Gras.

 

40 Und sie setzten sich nach Schichten, je hundert und hundert, fünfzig und fünfzig.

 

41 Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, daß sie ihnen vorlegten; und die zwei Fische teilete er unter sie alle.

 

42 Und sie aßen alle und wurden satt.

 

43 Und sie hoben auf die Brocken, zwölf Körbe voll, und von den Fischen.

 

44 Und die da gegessen hatten, derer waren fünftausend Mann.

 

45 Und alsbald trieb er seine Jünger, daß sie in das Schiff träten und vor ihm hinüberführen gen Bethsaida, bis daß er das Volk von sich ließe.

 

46 Und da er sie von sich geschafft hatte, ging er hin auf einen Berg, zu beten.

 

47 Und am Abend war das Schiff mitten auf dem See und er auf dem Lande alleine.

 

48 Und er sah, daß sie Not litten im Rudern; denn der Wind war ihnen entgegen. Und um die vierte Wache der Nacht kam er zu ihnen und wandelte auf dem See.

 

49 Und er wollte vor ihnen übergehen. Und da sie ihn sahen auf dem See wandeln, meinten sie, es wäre ein Gespenst, und schrien.

 

50 Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Aber alsbald redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost; ich bin's fürchtet euch nicht!

 

51 Und trat zu ihnen ins Schiff, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten sich und verwunderten sich über die Maßen.

 

52 Denn sie waren nicht verständiger geworden über den Broten, und ihr Herz war erstarrt.

 

53 Und da sie hinübergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und fuhren ans Land.

 

54 Und da sie aus dem Schiff traten, alsbald kannten sie ihn

 

55 und liefen alle in die umliegenden Länder und hoben an die Kranken umherzuführen auf Betten, wo sie hörten, daß er es war.

 

56 Und wo er in die Märkte oder Städte oder Dörfer einging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, daß sie nur den Saum seines Kleides anrühren möchten. Und alle, die ihn anrührten, wurden gesund.

 

 

 

 

Kapitel 7

 

 

 

 

1 Und es kamen zu ihm die Pharisäer und etliche von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem kommen waren.

 

2 Und da sie sahen etliche seiner Jünger mit gemeinen, das ist, mit ungewaschenen Händen das Brot essen, versprachen sie es.

 

3 Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, sie waschen denn die Hände manchmal; halten also die Aufsätze der Ältesten.

 

4 Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, sie waschen sich denn. Und des Dings ist viel, das sie zu halten haben angenommen, von Trinkgefäßen und Krügen und ehernen Gefäßen und Tischen zu waschen.

 

5 Da fragten ihn nun die Pharisäer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach den Traditionden der Ältesten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen?

 

6 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wohl fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: Dies Volk ehret mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir.

 

7 Vergeblich aber ist's, daß sie mir dienen, dieweil sie lehren solche Lehre, die nichts ist denn Menschengebot.

 

8 Ihr verlasset ELOHIMS Gebot und haltet der Menschen Traditionen, von wegen Krügen und Trinkgefäßen zu waschen; und desgleichen tut ihr viel.

 

9 Und er sprach zu ihnen: Wohl fein habt ihr ELOHIMS Gebot aufgehoben, auf daß ihr eure eigenen Traditionen haltet.

 

10 Denn Mose hat gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren; und: Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben:

 

11 Ihr aber lehrt: Wenn einer zu Vater oder Mutter sagt: Korban, das heißt: Opfergabe, soll sein, was dir von mir zusteht

 

12 so lasst ihr ihn nichts mehr tun für seinen Vater oder seine Mutter

 

13 und hebt so ELOHIMS Wort auf durch eure Überlieferung, die ihr weitergegeben habt; und dergleichen tut ihr viel.

 

14 Und er rief zu sich das ganze Volk und sprach zu ihnen: Höret mir alle zu und vernehmet's!

 

15 Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist's, was den Menschen unrein macht.

 

16 Hat jemand Ohren zu hören, der höre!

 

17 Und als er von dem Volk ins Haus ging, fragten ihn seine Jünger nach diesem Gleichnis.

 

18 Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverständig? Vernehmet ihr noch nicht, daß alles, was außen ist und in den Menschen geht, das kann ihn nicht unrein machen?

 

19 Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und geht aus durch den natürlichen Gang, und wird dann wieder ausgeschieden.

 

20 Und er sprach: Was aus dem Menschen gehet, das macht den Menschen unrein.

 

21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus böse Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord,

 

22 Dieberei, Geiz, Schalkheit, List, Unzucht, übles Auge, Lästerung, Hoffart, Unvernunft.

 

23 Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und machen verunstalten den Menschen.

 

24 Und er stand auf und ging von dannen an die Grenze von Tyrus und Sidon und ging in ein Haus und wollte es niemand wissen lassen und konnte doch nicht verborgen sein.

 

25 Denn eine Frau hatte von ihm gehört, deren Töchterlein einen unsauberen Geist hatte. Und sie kam und fiel nieder zu seinen Füßen

 

26 und es war eine griechische Frau aus Syrophönizien; und sie bat ihn, daß er den Dämon von ihrer Tochter austriebe.

 

27 YESHUA aber sprach zu ihr: Laß zuvor die Kinder (die Juden) satt werden! Es ist nicht fein, daß man der Kinder Brot nehme und werfe es vor die Hunde.

 

28 Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, ADONI; aber doch essen die Hündlein unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder.

 

29 Und er sprach zu ihr: Um des Worts willen so gehe hin; der Dämon ist von deiner Tochter ausgefahren.

 

30 Und sie ging hin in ihr Haus und fand, daß der Dämon ausgefahren war und die Tochter auf dem Bette liegend.

 

31 Und da er wieder ausging von den Grenzen Tyrus und Sidon, kam er an den Galiläische See, mitten unter die Grenze von Decapolis.

 

32 Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war; und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte.

 

33 Und er nahm ihn von dem Volk beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und berührte seine Zunge.

 

34 Und sah auf gen Himmel, seufzte und sprach zu ihm: Ephphatha! das ist: Tu dich auf!

 

35 Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge wurde los und er redete normal.

 

36 Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr breiteten sie es aus.

 

37 Und verwunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht: die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.

 

 

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Kapitel 8

 

 

 

 

1 Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief YESHUA seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen:

 

2 Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen;

 

3 und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von ferne gekommen.

 

4 Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wüste, daß wir sie sättigen?

 

5 Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben.

 

6 Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor.

 

7 Und hatten ein wenig Fischlein; und er dankte und hieß dieselbigen auch vortragen.

 

8 Sie aßen aber und wurden satt und huben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe.

 

9 Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er ließ sie von sich.

 

10 Und alsbald trat er in ein Schiff mit seinen Jüngern und kam in die Gegend Dalmanuthas.

 

11 Und die Pharisäer gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel.

 

12 Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Amen, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben.

 

13 Und er ließ sie und trat wiederum in das Schiff und fuhr herüber.

 

14 Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot.

 

15 Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig Herodes!

 

16 Und sie gedachten hin und wieder und sprachen untereinander: Das ist's, daß wir nicht Brot haben.

 

17 Und YESHUA vernahm das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verständig? Habt ihr noch ein verstarret Herz in euch?

 

18 Habt Augen und sehet nicht und habt Ohren und höret nicht und denket nicht daran,

 

19 da ich fünf Brote brach unter fünftausend, wieviel Körbe voll Brocken hobt ihr da auf? Sie sprachen: Zwölf.

 

20 Da ich aber die sieben brach unter die viertausend, wieviel Körbe voll Brocken hobt ihr da auf? Sie sprachen: Sieben.

 

21 Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts?

 

22 Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, daß er ihn anrührte.

 

23 Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn aus dem Dorf hinaus. Dann strich er etwas Speichel auf seine Augen, legte ihm die Hände auf und fragte: „Kannst du etwas sehen?“

 

24 Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als sähe ich Bäume.

 

25 Danach legte er abermal die Hände auf seine Augen und hieß ihn abermal sehen; und er ward wieder zurechtgebracht, daß er alles scharf sehen konnte.

 

26 Und er schickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in das Dorf und sage es auch niemandem.

 

27 Und YESHUA ging aus und seine Jünger in die Märkte der Stadt Cäsarea - Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sei?

 

28 Sie antworteten: Sie sagen, du seiest Johannes der Täufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer.

 

29 Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist HaMASHIACH.

 

30 Und er warnte sie, daß sie niemandem von ihm sagen sollten.

 

31 Und hob an, sie zu lehren: Des Menschen Sohn muß viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.

 

32 Und er redete das Wort frei offenkundig. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren.

 

33 Er aber wandte sich um und sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Geh hinter mich, Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.

 

34 Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

 

35 Denn wer sein Leben behalten will, der wird's verlieren; und wer sein Leben verlieret um meinet und des Evangeliums willen, der wird's behalten.

 

36 Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?

 

37 Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele erlöse?

 

38 Wer sich aber mein und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohns schämen, wenn dieser wird kommen bi‘kevod ᾿āḇiyv (im Namen seines Vaters) mit den heiligen Engeln.

 

 

 

 

 

Kapitel 9

 

 

 

 

1 Und er sprach zu ihnen: Amen, ich sage euch, es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen das KÖNIGREICH ELOHIMS mit Kraft kommen.

 

2 Und nach sechs Tagen nahm YESHUA zu sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg besonders alleine und verklärte sich vor ihnen.

 

3 Und seine Kleider wurden hell und weiß wie der Schnee, daß sie kein Färber auf Erden so weiß machen kann.

 

4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose und hatten eine Rede mit YESHUA.

 

5 Und Petrus antwortete und sprach zu YESHUA: Rabbi, hier ist gut sein; lasset uns drei Hütten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine.

 

6 Er wußte aber nicht, was er redete; denn sie so erschrocken.

 

7 Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme kam aus der Wolke und sprach: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören.

 

8 Und bald danach sahen sie um sich und sahen niemand mehr denn allein YESHUA bei ihnen.

 

9 Da sie aber vom Berge herabgingen, verbot ihnen YESHUA, daß sie niemand sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis des Menschen Sohn auferstünde von den Toten.

 

10 Und sie behielten das Wort bei sich und befragten sich untereinander: Was ist doch das Auferstehen von den Toten?

 

11 Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen doch die Schriftgelehrten, daß Elia zuvor kommen muß.  

 

12 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen; dazu des Menschen Sohn soll viel leiden und verachtet werden, wie denn geschrieben stehet.

 

13 Aber ich sage euch: Elia ist gekommen (Johannes der Täufer), und sie haben an ihm getan, was sie wollten, nachdem von ihm geschrieben stehet.

 

14 Und, er kam zu seinen Jüngern und sah viel Volks um sie und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen unterhielten.

 

15 Und alsbald, als alles Volk ihn sah und sehr erstaunt war, liefen zu ihm und grüßeten ihn.

 

16 Und er fragete die Schriftgelehrten: Was besprecht ihr euch mit ihnen?

 

17 Einer aber aus dem Volk antwortete und sprach: Lehrer, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist;

 

18 und wo er ihn erwischt, so reißt er ihn und schäumt und knirscht mit den Zähnen und verdorrt. Ich habe mit deinen Jüngern geredet, daß sie ihn austrieben, und sie können's nicht.

 

19 Er antwortete ihnen aber und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!

 

20 Und sie brachten ihn her zu ihm. Und alsbald, da ihn der Geist sah, riß er ihn und fiel auf die Erde und wälzete sich und schäumte.

 

21 Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist's, daß ihm das widerfahren ist? Er sprach: Von Kind auf.

 

22 Und oft hat es ihn in das Feuer und Wasser geworfen, daß er ihn umbrächte. Kannst du aber was, so erbarme dich unser und hilf uns!

 

23 YESHUA aber sprach zu ihm: Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.

 

24 Sogleich schrie des Kindes Vater mit Tränen und sprach: Ich glaube, ADONI; hilf meinem Unglauben!

 

25 Da nun YESHUA sah, daß das Volk zulief, bedrohte er den unsauberen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, daß du von ihm ausfahrest und fahrest hinfort nicht in ihn hinein!

 

26 Da schrie er und riß ihn sehr und fuhr aus. Und er lag da wie tot, daß auch viele sagten: Er ist tot.

 

27 YESHUA aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er stand auf.

 

28 Und da er heimkam, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?

 

29 Und er sprach: Diese Art kann mitnichten ausfahren denn durch Beten und Fasten.

(Der Mehrheitstext hat „fasten!“) 

 

30 Und sie gingen von dannen hinweg und wandelten durch Galiläa; und er wollte nicht, daß es jemand wissen sollte.

 

31 Er lehrte aber seine Jünger und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn wird überantwortet werden in der Menschen Hände. Und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist, so wird er am dritten Tage auferstehen.

 

32 Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen.

 

33 Und er kam gen Kapernaum. Und da er daheim war, fragte er sie: Was verhandeltet ihr miteinander auf dem Wege?

 

34 Sie aber schwiegen; denn sie hatten miteinander auf dem Wege gehandelt, welcher der Größte wäre.

 

35 Und er setzte sich und rief den Zwölfen zu und sprach: So jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein vor allen, und aller Knecht.

 

36 Und er nahm ein Kind und stellete es mitten unter sie und herzte dasselbe und sprach zu ihnen:

 

37 Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

 

38 Johannes aber antwortete ihm und sprach: Rabbi, wir sahen einen, der trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolgt; und wir verboten's ihm darum, daß er uns nicht nachfolgt.

 

39 YESHUA aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn es ist niemand, der eine Tat tue in meinem Namen und möge bald übel von mir reden.

 

40 Wer nicht wider uns ist, der ist für uns.

 

41 Wer aber euch tränkt mit einem Becher Wassers in meinem Namen darum, daß ihr HaMASHIACH angehört. Amen, ich sage euch, es wird ihm nicht unvergolten bleiben.

 

42 Und wer der Kleinen einen ärgert, die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ihm ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in den See geworfen würde.

 

43 So dich aber deine Hand ärgert, so haue sie ab. Es ist dir besser, daß du als ein Krüppel zum Leben eingehest, denn daß du zwei Hände habest und fahrest in die Hölle, in das ewige Feuer,

 

44 wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.

 

45 Ärgert dich dein Fuß, so haue ihn ab. Es ist dir besser, daß du lahm zum Leben eingehest, denn daß du zwei Füße habest und werdest in die Hölle geworfen, in das ewige Feuer,

 

46 da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht erlischt.

(z.B. Codex Alexandrinus, London, V!)

 

47 Ärgert dich dein Auge, so wirf's von dir. Es ist dir besser, daß du einäugig in das KÖNIGREICH ELOHIMS gehst, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das höllische Feuer geworfen,

 

48 da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.

 

49 Es muß alles mit Feuer gesalzen werden, und alles Opfer wird mit Salz gesalzen.

 

50 Das Salz ist gut; so aber das Salz dumm wird, womit wird man würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!

 

 

 

 

Kapitel 10

 

 

 

 

1 Und er machte sich auf und kam von dannen in die Örter des jüdischen Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermals in Haufen zu ihm, und wie seine Gewohnheit war, lehrte er sie abermal.

 

2 Und die Pharisäer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden möge von seiner Frau; und versuchten ihn damit.

 

3 Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten?

 

4 Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden.

 

5 YESHUA antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Herzens Härtigkeit willen hat er euch solch Gebot geschrieben.

 

6 Aber von Beginn der Kreatur an hat sie ELOHIM als männlich und weiblich geschaffen.

 

7 Darum wird der Mann seinen Vater und Mutter lassen und wird seiner Frau anhangen,

 

8 und werden sein die zwei ein Fleisch. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch.

(Bild für MASHIACH/Christus und seinen Leib)

 

9 Was denn ELOHIM zusammengefüget hat, soll der Mensch nicht scheiden.

 

10 Und daheim fragten ihn abermals seine Jünger um dasselbige.

 

11 Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seiner Frau und freiet eine andere, der bricht die Ehe an ihr.

 

12 Und so sich eine Frau scheidet von ihrem Manne und freiet einen andern, die bricht ihre Ehe.

 

13 Und sie brachten Kinder zu ihm, daß er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen.

 

14 Da es aber YESHUA sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen ist das KÖNIGREICH ELOHIMS.

 

15 Amen, ich sage euch, wer das KÖNIGREICH ELOHIMS nicht empfänget als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen.

 

16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

 

17 Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer vorne vor, kniete vor ihn und fragte ihn: guter Rabbi, was soll ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?

 

18 Aber YESHUA sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige ELOHIM.

 

19 Du weißest ja die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst niemand täuschen. Ehre deinen Vater und Mutter.

 

20 Er antwortete aber und sprach zu ihm: Rabbi, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.

 

21 Und YESHUA sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlet dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich.

 

22 Er aber ward Unmuts über der Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.

 

23 Und YESHUA sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwerlich werden die Reichen in das KÖNIGREICH ELOHIMS kommen!

 

24 Die Jünger aber entsetzten sich über seine Rede. Aber YESHUA antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwerlich ist's, daß die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins KÖNIGREICH ELOHIMS kommen!

 

25 Es ist leichter, daß ein Kamel (Kamel = eine dicke Schnur, die man zuerst auseinander fädeln muss) durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins KÖNIGREICH ELOHIMS komme.

 

26 Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden?

 

27 YESHUA aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei ELOHIM; denn alle Dinge sind möglich bei ELOHIM.

 

28 Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget.

 

29 YESHUA antwortete und sprach: Amen, ich sage euch, es ist niemand, so er verläßt Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker um meinetwillen und um des Evangeliums willen,

 

30 der nicht hundertfältig empfange jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mit Verfolgungen und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.

 

31 Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind.

 

32 Sie waren aber auf dem Wege und gingen hinauf gen Jerusalem. Und YESHUA ging vor ihnen; und sie entsetzten sich, folgeten ihm nach und fürchteten sich. Und YESHUA nahm abermals zu sich die Zwölf und sagte ihnen, was ihm widerfahren würde:

 

33 Siehe, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird überantwortet werden den Hohenpriestern und Schriftgelehrten; und sie werden ihn verdammen zum Tode und überantworten den Heiden.

 

34 Die werden ihn verspotten und geißeln und verspeien und töten; und am dritten Tage wird er auferstehen.

 

35 Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sprachen: Rabbi, wir wollen, daß du uns tuest, was wir dich bitten werden.

 

36 Er sprach zu ihnen: Was wollt, ihr, daß ich euch tue?

 

37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, daß wir sitzen, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken, in deiner HERRLICHKEIT.

 

38 YESHUA aber sprach zu ihnen: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und euch taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde?

 

39 Sie sprachen zu ihm: Ja, wir können es wohl. YESHUA aber sprach zu ihnen: Zwar werdet ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde;

 

40 zu sitzen aber zu meiner Rechten und zu meiner Linken, stehet mir nicht zu, euch zu geben, sondern welchen es bereitet ist.

 

41 Und da das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes.

 

42 Aber YESHUA rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass diejenigen, welche als Herrscher über die Nationen herrschen, sie unterdrücken, und dass ihre Großen Gewalt über sie ausüben.

 

43 Aber also soll es unter euch nicht sein, sondern welcher will groß werden unter euch, der soll euer Diener sein.

 

44 Und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soll aller Knecht sein.

 

45 Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und sein Leben gebe zur Bezahlung für viele.  

 

46 Und sie kamen gen Jericho. Und da er Jericho verliess, er und seine Jünger und ein groß Volk, da saß ein Blinder, Bartimäus, des Timäus Sohn, am Wege und bettelte.

 

47 Und da er hörte, daß es YESHUA von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: YESHUA, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!

 

48 Und viele bedrohten ihn, er sollte stillschweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner!

 

49 Und YESHUA stand still und ließ ihn rufen. Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, stehe auf! Er ruft dich.

 

50 Und er warf sein Kleid von sich, stand auf und kam zu YESHUA.

 

51 Und YESHUA antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, daß ich dir tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: RABUNI, daß ich sehend werde.

 

52 YESHUA aber sprach zu ihm: Gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.

 

 

 

 

 

Kapitel 11

 

 

1 Und da sie nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage und Bethanien an den Ölberg, sandte er seiner Jünger zwei

 

2 und sprach zu ihnen: Gehet hin in das Örtchen, der vor euch liegt, und alsbald; wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf welchem nie ein Mensch gesessen ist. Löst es ab und führet es her!

  

3 Und so jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das? so sprechet: HaADON bedarf sein; so wird er's bald hersenden.

 

4 Und gingen hin und fanden das Füllen gebunden an der Tür, draußen am Scheideweg, und lösten es ab.

 

5 Und etliche, die da standen, sprachen zu ihnen: Was machet ihr, daß ihr das Füllen ablöst?

 

6 Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen YESHUA geboten hatte; und sie liessen es ihnen.

 

7 Und sie führten das Füllen zu YESHUA und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.

 

8 Viele aber breiteten ihre Kleider auf den Weg. Etliche hieben Zweige von den Bäumen und streueten sie auf den Weg.

 

9 Und die vorne vorgingen, und die hernach folgeten, schrien und sprachen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt im Namen YEHOVAHS!

 

10 Gelobet sei das Reich unsers Vaters David, das da kommt im Namen YEHOVAHS! Hosianna in der Höhe!

 

11 Und YESHUA betrat Jerusalem und den Tempel. Und er besah alles; und am Abend ging er hinaus gen Bethanien mit den Zwölfen.  

 

12 Und des andern Tages, als sie von Bethanien kamen, hungerte ihn.

 

13 Und sah einen Feigenbaum von ferne, der Blätter hatte. Da trat er hinzu, ob er etwas darauf fände. Und da er hinzukam, fand er nichts denn nur Blätter; denn es war noch nicht Zeit, daß Feigen sein sollten.

 

14 Und YESHUA antwortete und sprach zu ihm: Nun esse von dir niemand keine Frucht ewiglich! Und seine Jünger hörten das.

 

15 Und sie kamen gen Jerusalem. Und YESHUA ging in den Tempel, fing an und trieb aus die Verkäufer und Käufer in dem Tempel; und die Tische der Wechsler und die Stühle der Taubenkrämer stieß er um

 

16 und ließ nicht zu, daß jemand etwas durch den Tempel trüge.

 

17 Und er lehrte und sprach zu ihnen: Stehet nicht geschrieben: Mein Haus soll heißen ein Bethaus allen Völkern? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht.

 

18 Und es kam vor die Schriftgelehrten und Hohenpriester; und sie trachteten, wie sie ihn umbrächten. Sie fürchteten sich aber vor ihm; denn alles Volk verwunderte sich seiner Lehre.

 

19 Und des Abends ging er hinaus vor die Stadt.

 

20 Und am Morgen gingen sie vorüber und sahen den Feigenbaum, daß er verdorrt war bis auf die Wurzel.

 

21 Und Petrus gedachte daran und sprach zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorret.  

 

22 YESHUA antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an ELOHIM!

 

23 Amen, ich sage euch, wer zu diesem Berge spräche: Heb' dich und wirf dich ins Meer! und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, daß es geschehen würde, was er sagt, so wird's ihm geschehen, was er sagt.

 

24 Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, daß ihr's empfangen werdet, so wird's euch werden.

 

25 Und wenn ihr steht und betet, so vergebet, wo ihr etwas wider jemand habt, auf daß auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Fehle.

 

26 Wenn ihr aber nicht vergeben werdet, so wird auch euer Vater, der im Himmel ist, eure Fehler nicht vergeben.

 

27 Und sie kamen abermals gen Jerusalem. Und da er im Tempel wandelte, kamen zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Ältesten

 

28 und sprachen zu ihm: Aus was für Macht tust du das? und wer hat dir die Macht gegeben, daß du solches tust?

 

29 YESHUA aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; antwortet mir, so will ich euch sagen, aus was für Macht ich das tue.

 

30 Die Taufe des Johannes, war sie vom Himmel oder von den Menschen? Antwortet mir!

 

31 Und sie gedachten bei sich selbst und sprachen: Sagen wir sie war vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr denn ihm nicht geglaubt?

 

32 Sagen wir aber, sie war von Menschen, so fürchten wir uns vor dem Volk. Denn sie hielten alle, daß Johannes ein rechter Prophet wäre.

 

33 Und sie antworteten und sprachen zu YESHUA: Wir wissen's nicht. Und YESHUA antwortete und sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was für Macht ich solches tue.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kapitel 12

 

 

 

 

1 Und er fing an, zu ihnen durch Gleichnisse zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und führte einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und tat ihn aus den Weingärtnern und zog über Land.

 

2 Und sandte einen Knecht, da die Zeit kam, zu den Weingärtnern, daß er von den Weingärtnern nähme von der Frucht des Weinbergs.

 

3 Sie nahmen ihn aber und stäupten ihn, und ließen ihn leer von sich.

 

4 Abermals sandte er ihnen einen anderen Knecht; dem zerwarfen sie den Kopf mit Steinen und ließen ihn geschmäht von sich.

 

5 Abermals sandte er einen andern: den töteten sie. Und viele andere, etliche stäupten sie, etliche töteten sie.

 

6 Da hatte er noch einen einzigen Sohn, der war ihm lieb; den sandte er zum letzten auch zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen.

 

7 Aber die Weingärtner sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn töten, so wird das Erbe unser sein!

 

8 Und sie nahmen ihn und töteten ihn und warfen ihn hinaus vor den Weinberg.

 

9 Was wird nun der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und den Weinberg andern geben.

 

10 Habt ihr auch nicht gelesen diese Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.

 

11 Von dem YEHOVAH ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unseren Augen?

 

12 Und sie trachteten darnach, wie sie ihn griffen, und fürchteten sich doch vor dem Volk; denn sie verstanden, daß er auf sie dies Gleichnis geredet hatte. Und sie ließen ihn und gingen davon.

 

13 Und sie sandten zu ihm etliche von den Pharisäern und des Herodes Dienern, daß sie ihn fingen in Worten.

 

14 Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und fragst nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den Weg ELOHIMS recht. Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, oder nicht? Sollen wir ihn geben oder nicht geben?

 

15 Er aber merkte ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was versucht ihr mich? Bringet mir einen Groschen, daß ich ihn sehe.

 

16 Und sie brachten ihm. Da sprach er: Wes ist das Bild und die Überschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers!

 

17 Da antwortete YESHUA und sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und ELOHIM, was ELOHIMS ist! Und sie verwunderten sich über ihn.

 

18 Da traten die Sadduzäer zu ihm, die da halten, es sei keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen:

 

19 Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemands Bruder stirbt und hinterläßt ein Weib, und hinterläßt keine Kinder, so soll sein Bruder sein Weib nehmen und seinem Bruder Samen erwecken.

 

20 Nun sind sieben Brüder gewesen. Der erste nahm ein Weib; der starb und hinterließ keinen Samen.

 

21 Und der andere nahm sie und starb und hinterließ auch nicht Samen. Der Dritte desgleichen.

 

22 Und es nahmen sie alle sieben und hinterließen nicht Samen. Zuletzt nach allen starb das Weib auch.

 

23 Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen, wes Weib wird sie sein unter ihnen? Denn sieben haben sie zum Weibe gehabt.

 

24 Da antwortete YESHUA und sprach zu ihnen: Ist's nicht also? Ihr irrt darum, daß ihr nichts wisset von der Schrift noch von der Kraft ELOHIMS.

 

25 Wenn sie von den Toten auferstehen werden, so werden sie nicht freien noch sich freien lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel.

 

26 Aber von den Toten, daß sie auferstehen werden, habt ihr nicht gelesen im Buch Mose's bei dem Busch, wie (YEHOVAH) ELOHIM zu ihm sagte und sprach: Ich bin der ELOHEY Abrahams und der ELOHEY Isaaks und der ELOHEY Jakobs?

 

27 ELOHIM ist aber nicht der ELOHEY der Toten, sondern der ELOHEY der Lebendigen. Darum irrt ihr sehr.  

 

28 Und es trat zu ihm der Schriftgelehrten einer, der ihnen zugehört hatte, wie sie sich miteinander befragten, und sah, daß er ihnen fein geantwortet hatte, und fragte ihn: Welches ist das vornehmste Gebot vor allen?

 

29 YESHUA aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot vor allen Geboten ist das: Höre Israel, der YEHOVAH ELOHEINU ist ein einiger YEHOVAH;

 

30 und du sollst YEHOVAH ELOHEICHA lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräften. Das ist das vornehmste Gebot.

 

31 Und das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Es ist kein anderes Gebot größer denn diese.

 

32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht geredet; denn ELOHIM ist einer, und ist kein anderer außer ihm.

 

33 Und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüte, von ganzer Seele, und von allen Kräften, und lieben seinen Nächsten wie sich selbst, das ist mehr denn Brandopfer und alle Opfer.

 

34 Da YESHUA aber sah, daß er vernünftig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht ferne von dem KÖNIGREICH ELOHIMS. Und es wagte ihn niemand weiter zu fragen.

 

35 Und YESHUA antwortete und sprach, da er lehrte im Tempel: Wie sagen die Schriftgelehrten, HaMASHIACH sei Davids Sohn?

 

36 Er aber, David, spricht durch den RUACH HaKODESH: YEHOVAH hat gesagt zu ADONI (ο κυριος τω κυριω): Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße. (Ps. 110,1)

 

37 Da heißt ihn ja David seinen ADON; woher ist er denn sein Sohn? Und viel Volks hörte ihn gern.

 

38 Und er lehrte sie und sprach zu ihnen: Sehet euch vor vor den Schriftgelehrten, die in langen Kleidern gehen und lassen sich gern auf dem Markte grüßen

 

39 und sitzen gern obenan in den Schulen und über Tisch beim Gastmahl;

 

40 sie fressen der Witwen Häuser und wenden langes Gebet vor. Diese werden desto mehr Verdammnis empfangen.

 

41 Und YESHUA setzte sich gegen den Opferkasse und schaute, wie das Volk Geld einlegte in die Kasse; und viele Reiche legten viel ein.

 

42 Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; die machen einen Heller.

 

43 Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Amen, diese arme Witwe hat mehr in die Opferkasse gelegt denn alle, die eingelegt haben.

 

44 Denn sie haben alle von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hatte, ihre ganze Nahrung, eingelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kapitel 13

 

 

 

 

1 Und als er aus dem Tempel heraustrat, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Lehrer, siehe, was für Steine und was für Gebäude!

 

2 Und YESHUA antwortete und sprach zu ihm: Siehst du diese großen Gebäude? Es wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird.

 

3 Und als er auf dem Ölberge saß, dem Tempel gegenüber, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas besonders:

 

4 Sage uns, wann wird dieses sein, und was ist das Zeichen, wann dieses alles vollendet werden soll?

 

5 YESHUA aber antwortete ihnen und fing an zu reden: Sehet zu, daß euch niemand verführe!

 

6 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin's!  

 

7 und sie werden viele verführen. Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören werdet, so erschrecket nicht; denn dies muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.

 

8 Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich; und es werden Erdbeben sein an verschiedenen Orten, und es werden Hungersnöte und Unruhen sein. Dies sind die Anfänge der Wehen.

 

9 Ihr aber, sehet auf euch selbst, denn sie werden euch an Synedrien und an Synagogen überliefern; ihr werdet geschlagen und vor Statthalter und Könige gestellt werden um meinetwillen, ihnen zu einem Zeugnis;

 

10 und allen Nationen muß zuvor das Evangelium gepredigt werden.

 

11 Wenn sie euch aber hinführen, um euch zu überliefern, so sorget nicht zuvor, was ihr reden sollt, bereitet euch auch nicht vor sondern was irgend euch in jener Stunde gegeben wird, das redet; denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der RUACH HaKODESH.

 

12 Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern, und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben wider die Eltern und sie zum Tode bringen.

 

13 Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen; wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden.

 

14 Wenn ihr aber den Greuel der Verwüstung stehen sehet, wo er nicht sollte, wer es liest, der beachte es, daß alsdann, die in Judäa sind, auf die Berge fliehen,

 

15 und wer auf dem Dache ist, nicht in das Haus hinabsteige, noch hineingehe, um etwas aus seinem Hause zu holen;

 

16 und wer auf dem Felde ist, sich nicht zurückwende, um sein Kleid zu holen.

 

17 Wehe aber den Schwangeren und den Säugenden in jenen Tagen!

 

18 Betet aber, daß es nicht im Winter geschehe;

 

19 denn jene Tage werden eine Drangsal sein, wie dergleichen von Anfang der Schöpfung, welche ELOHIM schuf, bis jetzthin nicht gewesen ist und nicht sein wird.

 

20 Und wenn nicht YEHOVAH die Tage verkürzt hätte, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt.

 

21 Und alsdann, wenn jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist HaMASHIACH! oder: Siehe dort! so glaubet nicht.

 

22 Denn es werden falsche Mashiache und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen.

 

23 Ihr aber sehet zu! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt.

 

24 Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben;

 

25 und die Sterne des Himmels werden herabfallen, und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert werden.

 

26 Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit.

 

27 Und dann wird er seine Engel aussenden und seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.

 

28 Von dem Feigenbaum aber lernet das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennet ihr, daß der Sommer nahe ist.

 

29 Also auch ihr, wenn ihr dies geschehen sehet, so erkennet, daß es nahe an der Tür ist.

 

30 Amen, ich sage euch: dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles dieses geschehen ist.

 

31 Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen.

 

32 Von jenem Tage aber oder der Stunde weiß niemand, weder die Engel, die im Himmel sind, noch der Sohn, sondern nur der Vater.

 

33 Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann die Zeit ist.

 

34 Gleichwie ein Mensch, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten die Gewalt gab und einem jeden sein Werk, und dem Türhüter einschärfte, daß er wache.

 

35 So wachet nun, denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, des Abends, oder um Mitternacht, oder um den Hahnenschrei, oder frühmorgens;

 

36 damit er nicht, plötzlich kommend, euch schlafend finde.

 

37 Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wachet!

 

 

 

 

 

 

 

Kapitel 14

 

 

 

 

1 Es war aber nach zwei Tagen das Passah und das Fest der ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und töteten; denn sie sagten:

 

2 Nicht an dem Feste, damit nicht etwa ein Aufruhr des Volkes entstehe.

 

3 Und als er in Bethanien war, in dem Hause Simons, des Aussätzigen, kam, während er zu Tische lag, ein Weib, die ein Alabasterfläschchen mit Salbe von echter, kostbarer Narde hatte; und sie zerbrach das Fläschchen und goß es auf sein Haupt.

 

4 Es waren aber etliche unwillig bei sich selbst und sprachen: Wozu ist dieser Verlust der Salbe geschehen?

 

5 Denn diese Salbe hätte für mehr als dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben werden können. Und sie zürnten mit ihr.

 

6 YESHUA aber sprach: Lasset sie; was machet ihr ihr Mühe? Sie hat ein gutes Werk an mir getan;

 

7 denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen wohltun; mich aber habt ihr nicht allezeit.

 

8 Sie hat getan, was sie vermochte; sie hat zum voraus meinen Leib zum Begräbnis gesalbt.

 

9 Amen, ich sage euch: Wo irgend dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem geredet werden, was diese getan hat, zu ihrem Gedächtnis.

 

10 Und Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, ging hin zu den Hohenpriestern, auf daß er ihn denselben überlieferte.

 

11 Sie aber freuten sich, als sie es hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben; und er suchte, wie er ihn zu gelegener Zeit überliefern könnte.

 

12 Und an dem ersten Tage der ungesäuerten Brote, da man das Passah schlachtete, sagen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und bereiten, auf daß du das Passah essest?

 

13 Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug Wasser trägt; folget ihm.

 

14 Und wo irgend er hineingeht, sprechet zu dem Hausherrn: Der Lehrer sagt: Wo ist mein Gastzimmer, wo ich mit meinen Jüngern das Passah essen mag?

 

15 Und derselbe wird euch einen großen Obersaal zeigen, mit Polstern belegt und fertig; daselbst bereitet für uns.

 

16 Und seine Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah.

 

17 Und als es Abend geworden war, kommt er mit den Zwölfen.

 

18 Und während sie zu Tische lagen und aßen, sprach YESHUA: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich überliefern, der, welcher mit mir isset.

 

19 Sie aber fingen an, betrübt zu werden und einer nach dem anderen zu ihm zu sagen: Doch nicht ich? und ein anderer: Doch nicht ich?

 

20 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir in die Schüssel eintaucht.

 

21 Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie über ihn geschrieben steht; wehe aber jenem Menschen, durch welchen der Sohn des Menschen überliefert wird! Es wäre jenem Menschen gut, wenn er nicht geboren wäre.

 

22 Und während sie aßen, nahm YESHUA Brot, segnete und brach und gab es ihnen und sprach: Nehmet; dieses ist mein Leib.

 

23 Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen denselben; und sie tranken alle daraus.

 

24 Und er sprach zu ihnen: Dieses ist mein Blut, das des neuen Bundes, welches für viele vergossen wird.

 

25 Amen, ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis an jenem Tage, da ich es neu trinken werde in dem KÖNIGREICHE ELOHIMS.

 

26 Und als sie ein Loblied gesungen hatten, gingen sie hinaus nach dem Ölberg.

 

27 Und YESHUA spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: "Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden".

 

28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich vor euch hingehen nach Galiläa.

 

29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht.

 

30 Und YESHUA spricht zu ihm: Amen, ich sage dir, daß du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst.

 

31 Er aber sprach über die Maßen mehr: Wenn ich mit dir sterben müßte, werde ich dich nicht verleugnen. Desgleichen aber sprachen auch alle.

 

32 Und sie kommen an einen Ort, mit Namen Gethsemane, und er spricht zu seinen Jüngern: Setzet euch hier, bis ich gebetet habe.

 

33 Und er nimmt den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und fing an, sehr bestürzt und beängstigt zu werden.

 

34 Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tode; bleibet hier und wachet.

 

35 Und er ging ein wenig weiter und fiel auf die Erde; und er betete, daß, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüber gehe.

 

36 Und er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir weg; doch nicht was ich will, sondern was du willst!

 

37 Und er kommt und findet sie schlafend, und er spricht zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen?

 

38 Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung kommet; der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach.

 

39 Und er ging wiederum hin, betete und sprach dasselbe Wort.

 

40 Und als er zurückkam, fand er sie wiederum schlafend, denn ihre Augen waren beschwert; und sie wußten nicht, was sie ihm antworten sollten.

 

41 Und er kommt zum dritten Mal und spricht zu ihnen: So schlafet denn fort und ruhet aus. Es ist genug; die Stunde ist gekommen, siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder überliefert.

 

42 Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, der mich überliefert, ist nahe gekommen.

 

43 Und alsbald, während er noch redete, kommt Judas, einer der Zwölfe, herzu, und mit ihm eine große Volksmenge mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten.

 

44 Der ihn aber überlieferte, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen irgend ich küssen werde, der ist's; ihn greifet und führet ihn sicher fort.

 

45 Und als er kam, trat er alsbald zu ihm und spricht: Rabbi, Rabbi! und küßte ihn sehr.

 

46 Sie aber legten ihre Hände an ihn und griffen ihn.

 

47 Einer aber von den Dabeistehenden zog das Schwert, schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab.

 

48 Und YESHUA hob an und sprach zu ihnen: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber, mit Schwertern und Stöcken, mich zu fangen?

 

49 Täglich war ich bei euch, im Tempel lehrend, und ihr habt mich nicht gegriffen; aber auf daß die Schriften erfüllt würden.

 

50 Und es verließen ihn alle und flohen.

 

51 Und ein gewisser Jüngling folgte ihm, der eine feine Leinwand um den bloßen Leib geworfen hatte; und die Jünglinge greifen ihn.

 

52 Er aber ließ die feine Leinwand fahren und floh nackt von ihnen.

 

53 Und sie führten YESHUA hinweg zu dem Hohenpriester; und alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten versammeln sich zu ihm.

 

54 Und Petrus folgte ihm von ferne bis hinein in den Hof des Hohenpriesters; und er saß mit bei den Dienern und wärmte sich an dem Feuer.

 

55 Die Hohenpriester aber und das ganze Synedrium suchten Zeugnis wider YESHUA, um ihn zum Tode zu bringen; und sie fanden keines.

 

56 Denn viele gaben falsches Zeugnis wider ihn, und die Zeugnisse waren nicht übereinstimmend.

 

57 Und etliche standen auf und gaben falsches Zeugnis wider ihn und sprachen:

 

58 Wir hörten ihn sagen: Ich werde diesen Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen, und in drei Tagen werde ich einen anderen aufbauen, der nicht mit Händen gemacht ist.

 

59 Und auch also war ihr Zeugnis nicht übereinstimmend.

 

60 Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte und fragte YESHUA und sprach: Antwortest du nichts? Was zeugen diese wider dich?

 

61 Er aber schwieg und antwortete nichts. Wiederum fragte ihn der Hohepriester und spricht zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des Gesegneten?

 

62 YESHUA aber sprach: Ich bin's! Und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels.

 

63 Der Hohepriester aber zerriß seine Kleider und spricht: Was bedürfen wir noch Zeugen?

 

64 Ihr habt die Lästerung gehört; was dünkt euch? Sie aber verurteilten ihn, daß er des Todes schuldig sei.

 

65 Und etliche fingen an, ihn anzuspeien, und sein Angesicht zu verhüllen und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage! Und die Diener gaben ihm Backenstreiche.

 

66 Und als Petrus unten im Hofe war, kommt eine von den Mägden des Hohenpriesters,

 

67 und als sie den Petrus sich wärmen sah, blickt sie ihn an und spricht: Auch du warst mit dem Nazarener YESHUA.

 

68 Er aber leugnete und sprach: Ich weiß nicht, verstehe auch nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krähte.

 

69 Und als die Magd ihn sah, fing sie wiederum an, zu den Dabeistehenden zu sagen: Dieser ist einer von ihnen. Er aber leugnete wiederum.

 

70 Und kurz nachher sagten wiederum die Dabeistehenden zu Petrus: Wahrhaftig, du bist einer von ihnen, denn du bist auch ein Galiläer.

 

71 Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne diesen Menschen nicht, von welchem ihr redet.

 

72 Und zum zweiten Male krähte der Hahn. Und Petrus gedachte des Wortes, wie YESHUA zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und als er daran dachte, weinte er.

 

 

 

 

 

 

 

Kapitel 15

 

 

 

 

1 Und alsbald am frühen Morgen hielten die Hohenpriester Rat samt den Ältesten und Schriftgelehrten und das ganze Synedrium, und sie banden YESHUA und führten ihn weg und überlieferten ihn Pilatus.

 

2 Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Du sagst es.

 

3 Und die Hohenpriester klagten ihn vieler Dinge an.

 

4 Pilatus aber fragte ihn wiederum und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie vieles sie wider dich zeugen!

 

5 YESHUA aber antwortete gar nichts mehr, so daß Pilatus sich verwunderte.

 

6 Auf das Fest aber pflegte er ihnen einen Gefangenen loszugeben, um welchen sie baten.

 

7 Es war aber einer, genannt Barabbas, mit seinen Mitaufrührern gebunden, welche in dem Aufstande einen Mord begangen hatten.

 

8 Und die Volksmenge erhob ein Geschrei und fing an zu begehren, daß er täte, wie er ihnen allezeit getan.

 

9 Pilatus aber antwortete ihnen und sprach: Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden losgebe?

 

10 Denn er wußte, daß die Hohenpriester ihn aus Neid überliefert hatten,

 

11 Die Hohenpriester aber wiegelten die Volksmenge auf, daß er ihnen lieber den Barabbas losgebe.

 

12 Pilatus aber antwortete und sprach wiederum zu ihnen: Was wollt ihr denn, daß ich mit dem tue, welchen ihr König der Juden nennet?

 

13 Sie aber schrieen wiederum: Kreuzige ihn!

 

14 Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrieen übermäßig: Kreuzige ihn!

 

15 Da aber Pilatus der Volksmenge willfahren wollte, gab er ihnen den Barabbas los und überlieferte YESHUA, nachdem er ihn hatte geißeln lassen, auf daß er gekreuzigt würde.

 

16 Die Kriegsknechte aber führten ihn in den Hof hinein, das ist das Prätorium; und sie rufen die ganze Schar zusammen.

 

17 Und sie legen ihm einen Purpur an und flechten eine Dornenkrone und setzen sie ihm auf;

 

18 und sie fingen an, ihn zu grüßen: Sei gegrüßt, König der Juden!

 

19 Und sie schlugen ihn mit einem Rohr auf das Haupt und spieen ihn an, und sie beugten die Knie und huldigten ihm.

 

20 Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an; und sie führten ihn hinaus, auf daß sie ihn kreuzigten.

 

21 Und sie zwingen einen Vorübergehenden, einen gewissen Simon von Kyrene, der vom Felde kam, den Vater Alexanders und Rufus', daß er sein Kreuz trüge.

 

22 Und sie bringen ihn nach der Stätte Golgatha, was verdolmetscht ist Schädelstätte.

 

23 Und sie gaben ihm Wein, mit Myrrhen vermischt, zu trinken er aber nahm es nicht.

 

24 Und als sie ihn gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider, indem sie das Los über dieselben warfen, was jeder bekommen sollte.

 

25 Es war aber die dritte Stunde, und sie kreuzigten ihn.

 

26 Und die Überschrift seiner Beschuldigung war oben über geschrieben: DER KÖNIG DER JUDEN.

 

27 Und mit ihm kreuzigen sie zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken.

 

28 Und die Schrift wurde erfüllt, welche sagt: Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden.

 

29 Und die Vorübergehenden lästerten ihn, indem sie ihre Köpfe schüttelten und sagten: Ha! Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust,

 

30 rette dich selbst und steige herab vom Kreuze.

 

31 Gleicherweise spotteten auch die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten untereinander und sprachen: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.

 

32 HaMASHIACH, der König ISRAELS, steige jetzt herab vom Kreuze, auf daß wir sehen und glauben. Auch die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn.

 

33 Als es aber die sechste Stunde war, kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde;

 

34 und zur neunten Stunde schrie YESHUA mit lauter Stimme und sagte: Eloy, Eloy, lama sabachthani? was verdolmetscht ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Jesus sprach Hebräisch!)

 

35 Und als etliche der Dabeistehenden es hörten, sagten sie: Siehe, er ruft den Elias.

 

36 Es lief aber einer und füllte einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn und sprach: Halt, laßt uns sehen, ob Elias kommt, ihn herabzunehmen.

 

37 YESHUA aber gab einen lauten Schrei von sich und verschied.

 

38 Und der Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke, von oben bis unten.

 

39 Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüber dabeistand, sah, daß er also schrie und verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war ELOHIMS Sohn!

 

40 Es waren aber auch Frauen, die von ferne zusahen, unter welchen auch Maria Magdalene war und Maria, Jakobus' des Kleinen und Joses' Mutter, und Salome,

 

41 welche auch, als er in Galiläa war, ihm nachfolgten und ihm dienten; und viele andere, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgekommen waren.

 

42 Und als es schon Abend geworden, dieweil es Rüsttag war, welches der Vorsabbath ist,

 

43 kam Joseph von Arimathia, ein ehrbarer Ratsherr, der auch selbst das KÖNIGREICH ELOHIMS erwartete, und ging kühn zu Pilatus hinein und bat um den Leib YESHUA.

 

44 Pilatus aber wunderte sich, daß er schon gestorben sei; und er rief den Hauptmann herzu und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei.

 

45 Und als er es von dem Hauptmann erfuhr, schenkte er dem Joseph den Leib.

 

46 Und er kaufte feine Leinwand, nahm ihn herab und wickelte ihn in die feine Leinwand und legte ihn in eine Gruft, die aus einem Felsen gehauen war; und er wälzte einen Stein an die Tür der Gruft.

 

47 Aber Maria Magdalene und Maria, Joses' Mutter, sahen zu, wo er hingelegt wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kapitel 16

 

 

 

 

1 Und als der Sabbath vergangen war, kauften Maria Magdalene und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Spezereien, auf daß sie kämen und ihn salbten.

 

2 Und sehr früh am ersten Wochentage kommen sie zur Gruft, als die Sonne aufgegangen war.

 

3 Und sie sprachen zueinander: Wer wird uns den Stein von der Tür der Gruft wälzen?

 

4 Und als sie aufblickten, sehen sie, daß der Stein weggewälzt ist; denn er war sehr groß.

 

5 Und als sie in die Gruft eintraten, sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen, angetan mit einem weißen Gewande, und sie entsetzten sich.

 

6 Er aber spricht zu ihnen: Entsetzet euch nicht; ihr suchet YESHUA, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hingelegt hatten.

 

7 Aber gehet hin, saget seinen Jüngern und Petrus, daß er vor euch hingeht nach Galiläa; daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.

 

8 Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft. Denn Zittern und Bestürzung hatte sie ergriffen, und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich.

 

9 Als er aber früh am ersten Wochentage auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalene, von welcher er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.

 

10 Diese ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, welche trauerten und weinten.

 

11 Und als jene hörten, daß er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht.

 

12 Nach diesem aber offenbarte er sich zweien aus ihnen in einer anderen Gestalt, während sie wandelten, als sie aufs Land gingen.

 

13 Und diese gingen hin und verkündeten es den übrigen; auch denen glaubten sie nicht.

 

14 Nachher, als sie zu Tische lagen, offenbarte er sich den Elfen und schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärtigkeit, daß sie denen, die ihn auferweckt gesehen, nicht geglaubt hatten.

 

15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in die ganze Welt und prediget das Evangelium der ganzen Schöpfung.

 

16 Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

 

17 Diese Zeichen aber werden denen folgen, welche glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden,

 

18 werden Schlangen aufnehmen, und wenn sie etwas Tödliches trinken, so wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.

 

19 ADON nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten ELOHIMS.

 

20 Jene aber gingen aus und predigten allenthalben, indem der ADON mitwirkte und das Wort bestätigte durch die darauf folgenden Zeichen. Amen.

 

 

 

 

 

In Markus haben wir:

11 Mal YEHOVAH (Es gibt 17 Mal YEHOVAH in Lukas 1!)

18 Mal KÖNIGREICH ELOHIMS

YESHUA war gut und er war ELOHIM, doch das hat er ihm nicht verraten! (Markus 10:18b)

 

 

 

 

 

 

 

Lukas

 

Kapitel 1

 

 

 

1 Nachdem viele es unternommen haben, Bericht von den Ereignissen zu verfassen, die sich unter uns zugetragen haben,

 

2 wie sie uns dies überliefert haben, die von Anfang an selbst gesehen und Diener des Worts gewesen sind:

 

3 habe ich's auch für gut angesehen, nachdem ich's alles von Anbeginn mit Fleiß erkundet habe, daß ich's dir, mein guter Theophilus, in Ordnung schriebe,

 

4 damit du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.

 

5 Zu der Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, war ein Priester von der Ordnung Abia, mit Namen Zacharias, und seine Frau war von den Töchtern Aarons, welche hieß Elisabeth.

 

6 Sie waren aber beide gerecht vor ELOHIM und wandelten in allen Geboten und Satzungen des YEHOVAH untadelig.

 

7 Und sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar, und waren beide wohl betagt.

 

8 Und es begab sich, da er des Priesteramtes pflegte vor ELOHIM zur Zeit seiner Ordnung,

 

9 nach Gewohnheit des Priestertums, und an ihm war, daß er räuchern sollte, ging er in den Tempel YEHOVAHS.

 

10 Und die ganze Menge des Volks war draußen und betete unter der Stunde des Räucherns.

 

11 Es erschien ihm aber der Engel YEHOVAHS und stand zur rechten Hand am Räucheraltar.

 

12 Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam ihn eine Furcht an.

 

13 Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, des Namen sollst du Johannes heißen.

 

14 Und du wirst des Freude und Wonne haben, und viele werden sich seiner Geburt freuen.

 

15 Denn er wird groß sein vor YEHOVAH; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird noch im Mutterleibe erfüllt werden mit HaRUACH HaKODESH.

 

16 Und er wird der Kinder Israel viele zu YEHOVAH ELOHEIHEM bekehren. 

 

17 Und er wird vor ihm her gehen im RUACH und Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungläubigen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten YEHOVAH ein bereitet Volk.

 

18 Und Zacharias sprach zu dem Engel: Wobei soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und meine Frau ist betagt.

 

19 Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor ELOHIM steht, und bin gesandt, mit dir zu reden, daß ich dir solches verkündigte.

 

20 Und siehe, du wirst verstummen und nicht reden können bis auf den Tag, da dies geschehen wird, darum daß du meinen Worten nicht geglaubt hast, welche sollen erfüllt werden zu ihrer Zeit.

 

21 Und das Volk wartete auf Zacharias und verwunderte sich, daß er so lange im Tempel verzog.

 

22 Und da er herausging, konnte er nicht mit ihnen reden; und sie merkten, daß er ein Gesicht gesehen hatte im Tempel. Und er winkte ihnen und blieb stumm.

 

23 Und es begab sich, da die Zeit seines Amts aus war, ging er heim in sein Haus.

 

24 Und nach den Tagen ward seine Frau Elisabeth schwanger und verbarg sich fünf Monate und sprach:

 

25 Also hat mir YEHOVAH getan in den Tagen, da er mich angesehen hat, daß er meine Schmach unter den Menschen von mir nähme.

 

26 Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von ELOHIM in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth,

 

27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Manne mit Namen Joseph, vom Hause David: und die Jungfrau hieß Maria.

 

28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! YEHOVAH ist mit dir, du Gebenedeite unter den Frauen!

 

29 Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seine Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das?

 

30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! du hast Gnade bei ELOHIM gefunden.

 

31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du gr. IESUS/hebr. YESHUA nennen.

 

32 Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und YEHOVAH ELOHIM wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben;  

 

33 und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines KÖNIGREICHS wird kein Ende sein.

 

34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne weiß?

 

35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der RUACH KADOSH wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, YEHOVAHS Sohn genannt werden.*

 

36 Und siehe, Elisabeth, deine Cousine, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und geht jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, daß sie unfruchtbar sei.

 

37 Denn bei ELOHIM ist kein Ding unmöglich.

 

38 Maria aber sprach: Siehe ich bin YEHOVAHS Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

 

39 Maria aber stand auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Juda's

 

40 und kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabeth.

 

41 Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des RUACH HaKODESHS voll

 

42 und rief laut und sprach: Gebenedeit bist du unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!

 

43 Und woher kommt mir das, daß die Mutter meines YEHOVAHS zu mir kommt? (Hebr. 1, 8-12)

 

44 Siehe, da ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe.

 

45 Und o selig bist du, die du geglaubt hast! denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von YEHOVAH.

 

46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt YEHOVAH,

 

47 und mein RUACH freuet sich ELOHIMS, meines Heilands;

 

48 denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder;

 

49 denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und des Name HaKODESH ist.

 

50 Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten.

 

51 Er übet Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.

 

52 Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen.

 

53 Die Hungrigen füllt er mit Gütern und läßt die Reichen leer.

 

54 Er denkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel wieder auf,

 

55 wie er geredet hat unsern Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich.

 

56 Und Maria blieb bei ihr bei drei Monaten; darnach kehrte sie wiederum heim.

 

57 Und Elisabeth kam ihre Zeit, daß sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn.

 

58 Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, daß YEHOVAH große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr.

 

59 Und es begab sich am achten Tage, da kamen sie, zu beschneiden das Kindlein, und hießen ihn Zacharias, nach dem Namen seines Vaters.

 

60 Aber seine Mutter antwortete und sprach: Mitnichten, sondern er soll Johannes heißen.

 

61 Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Freundschaft, der also heiße.

 

62 Und sie winkten seinem Vater, wie er ihn wollte heißen lassen.

 

63 Und er forderte ein Täfelein und schrieb also: Er heißt Johannes. Und sie verwunderten sich alle.

 

64 Und alsbald ward sein Mund und seine Zunge aufgetan, und er redete und lobte ELOHIM.

 

65 Und es kam eine Furcht über alle Nachbarn; und die ganze Geschichte ward ruchbar auf dem ganzen jüdischen Gebirge.

 

66 Und alle, die es hörten, nahmen's zu Herzen und sprachen: Was, meinst du, will aus dem Kindlein werden? Denn die Hand YEHOVAHS war mit ihm.

 

67 Und sein Vater Zacharias ward des RUACH HaKODESHS voll, weissagte und sprach:

 

68 Gelobet sei YEHOVAH ELOHEY Israels! denn er hat besucht und erlöst sein Volk

 

69 und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause seines Dieners David,

 

70 wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund des Propheten, welche gewesen sind, seit die Welt begann:

 

71 daß er uns errettete von unseren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen,

 

72 und Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern und gedächte an seinen HaKODESHen Bund

 

73 und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben,

 

74 daß wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang

 

75 in HaKODESHkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist.

 

76 Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen. Du wirst vor YEHOVAH her gehen, daß du seinen Weg bereitest;

 

77 und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk zur Vergebung ihrer Sünden;

 

78 durch die herzliche Barmherzigkeit ELOHEINUS, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe,

 

79 auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

 

80 Und das Kindlein wuchs und ward stark im RUACH; und er war in der Wüste, bis daß er sollte hervortreten vor das Volk Israel.

 

Wir haben 17Mal κυριος / YEHOVAH im Kapitel 1 und 10 Mal κυριος / YEHOVAH in Kapitel 2!

 

 

 

 

 

Kapitel 2

 

 

 

1 Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde.

 

2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war.

 

3 Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

 

4 Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war,

 

5 auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seiner vertrauten Frau, die ward schwanger.

 

6 Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie gebären sollte.

 

7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

 

8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.

 

9 Und siehe, YEHOVAHS Engel trat zu ihnen, und die Klarheit YEHOVAHS leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

 

10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;

 

11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist HaMASHIACH, HaADON, in der Stadt Davids.

 

12 Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

 

13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten ELOHIM und sprachen:

 

14 Ehre sei ELOHIM in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.

 

15 Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns YEHOVAH kundgetan hat.

 

16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen.

 

17 Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.

 

18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.

 

19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

 

20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten ELOHIM um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

 

21 Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt YESHUA, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward.

 

22 Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mose's kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf daß sie ihn YEHOVAH darstellten,

 

23 wie denn geschrieben steht in dem Gesetz YEHOVAHS: Allerlei männliches, das zum ersten die Mutter bricht, soll YEHOVAH geheiligt heißen,

 

24 und das sie gäben das Opfer, wie es gesagt ist im Gesetz YEHOVAHS: Ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

 

25 Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels, und der RUACH HaKODESH war in ihm.

 

26 Und ihm war eine Antwort geworden vom RUACH HaKODESHS, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den HaMASHIACH YEHOVAHS gesehen.  

 

27 Und er kam aus Anregen des RUACHS in den Tempel. Und da die Eltern das Kind YESHUA in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pflegt nach dem Gesetz,

 

28 da nahm er ihn auf seine Arme und lobte ELOHIM und sprach:

 

29 ADONAY, nun läßt du deinen Diener in Schalom (Frieden) fahren, wie du gesagt hast;

 

30 denn meine Augen haben YESHUATECHA (deine Rettung) gesehen,

 

31 welchen du bereitest hast vor allen Völkern,

 

32 ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volkes Israel.

 

33 Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward.

 

34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird

 

35 und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen, auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden.

 

36 Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betagt und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft

 

37 und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren; die kam nimmer vom Tempel, diente ELOHIM mit Fasten und Beten Tag und Nacht.

 

38 Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries YEHOVAH und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlösung zu Jerusalem warteten.  

 

39 Und da sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz YEHOVAHS, kehrten sie wieder nach Galiläa zu ihrer Stadt Nazareth.

 

40 Aber das Kind wuchs und ward stark im RUACH, voller Weisheit, und ELOHIMS Gnade war bei ihm.

 

41 Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Passahfest.

 

42 Und da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach der Gewohnheit des Festes.

 

43 Und da die Tage vollendet waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind YESHUA zu Jerusalem, und seine Eltern wußten's nicht.

 

44 Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten.

 

45 Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn.

 

46 Und es begab sich, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.

 

47 Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antworten.

 

48 Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Seine Mutter aber sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.

 

49 Und er sprach zu ihnen: Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, das meines Vaters ist?

 

50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen redete.

 

51 Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.

 

52 Und YESHUA nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei ELOHIM und den Menschen.

 

 

Kapitel 3

 

 

 

1 In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judäa war und Herodes ein Vierfürst in Galiläa und sein Bruder Philippus ein Vierfürst in Ituräa und in der Gegend Trachonitis und Lysanias ein Vierfürst zu Abilene,

 

2 da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl ELOHIMS zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wüste.

 

3 Und er kam in alle Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung Sünden,

 

4 wie geschrieben steht in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg YEHOVAHS und macht seine Steige richtig!

 

5 Alle Täler sollen voll werden, und alle Berge und Hügel erniedrigt werden; und was krumm ist, soll richtig werden, und was uneben ist, soll schlichter Weg werden.

 

6 Und alles Fleisch wird den Heiland ELOHIMS sehen.

 

7 Da sprach er zu dem Volk, das hinausging, daß sich von ihm Taufen ließe: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet?

 

8 Sehet zu, tut rechtschaffene Früchte der Buße und nehmt euch nicht vor, zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: ELOHIM kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. 

 

9 Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; welcher Baum nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und in das Feuer geworfen.

 

10 Und das Volk fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun?

 

11 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, der tue auch also.

 

12 Es kamen auch die Zöllner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm: RABBI, was sollen denn wir tun?

 

13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist.

 

14 Da fragten ihn auch die Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und laßt euch genügen an eurem Solde.

 

15 Als aber das Volk in Erwartung war und dachten in ihren Herzen von Johannes, ob er vielleicht HaMASHIACH wäre,

 

16 antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Stärkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, daß ich die Riemen seiner Schuhe auflöse; der wird euch mit dem RUACH HaKODESH und mit Feuer taufen.

 

17 In seiner Hand ist die Wurfschaufel, und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln, und die Spreu wird er mit dem ewigen Feuer verbrennen.

 

18 Und viel anderes mehr ermahnte er das Volk und verkündigte ihnen das Heil.

 

19 Herodes aber, der Vierfürst, da er von ihm gestraft ward um der Herodias willen, seines Bruders Frau, und um alles Übels willen, das Herodes tat,

 

20 legte er über das alles Johannes gefangen.

 

21 Und es begab sich, da sich alles Volk taufen ließ und YESHUA auch getauft war und betete, dass der Himmel geöffnet wurde

 

22 und der RUACH HaKODESH hernieder fuhr in leiblicher Gestalt auf ihn wie eine Taube und eine Stimme kam aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

 

23 Und YESHUA war, da er anfing, ungefähr dreißig Jahre alt, und ward gehalten für einen Sohn Josephs, welcher (Maria*) war ein Sohn (Tochter) Eli's (Heli’s),

 

24 der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Jannas, der war ein Sohn Josephs,

 

25 der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn des Amos, der war ein Sohn Nahums, der war ein Sohn Eslis, der war ein Sohn Nangais,

 

26 der war ein Sohn Maaths, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn Simeis, der war ein Sohn Josechs, der war ein Sohn Juda's,

 

27 der war ein Sohn Johanans, der war ein Sohn Resas, der war ein Sohn Serubabels, der war ein Sohn Sealthiels, der war ein Sohn Neris,

 

28 der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Addis, der war ein Sohn Kosams, der war ein Sohn Elmadams, der war ein Sohn Hers,

 

29 der war ein Sohn des Jose, der war ein Sohn Eliesers, der war ein Sohn Jorems, der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis,

 

30 der war ein Sohn Simeons, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Jonams, der war ein Sohn Eliakims,

 

31 der war ein Sohn Meleas, der war ein Sohn Menams, der war ein Sohn Mattathans, der war ein Sohn Nathans, der war ein Sohn Davids,

 

32 der war ein Sohn Jesses, der war ein Sohn Obeds, der war ein Sohn des Boas, der war ein Sohn Salmas, der war ein Sohn Nahessons,

 

33 der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Rams, der war ein Sohn Hezrons, der war ein Sohn des Perez, der war ein Sohn Juda's,

 

34 der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Isaaks, der war ein Sohn Abrahams, der war ein Sohn Tharahs, der war ein Sohn Nahors,

 

35 der war ein Sohn Serugs, der war ein Sohn Regus, der war ein Sohn Pelegs, der war ein Sohn Ebers, der war ein Sohn Salahs,

 

36 der war ein Sohn Kenans, der war ein Sohn Arphachsads, der war ein Sohn Sems, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Lamechs,

 

37 der war ein Sohn Methusalahs, der war ein Sohn Henochs, der war ein Sohn Jareds, der war ein Sohn Mahalaleels, der war ein Sohn Kenans,

 

38 der war ein Sohn des Enos, der war ein Sohn Seths, der war ein Sohn Adams, der war der Sohn von ELOHIM.

 

 

 

Kapitel 4

 

 

 

1 YESHUA aber, voll des RUACH HaKODESHS, kam wieder von dem Jordan und ward vom RUACH in die Wüste geführt

 

2 und ward vierzig Tage lang vom Teufel versucht. Und er aß nichts in diesen Tagen; und da sie ein Ende hatten, hungerte ihn darnach.

 

3 Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du ELOHIMS Sohn, so sprich zu dem Stein, daß er Brot werde.

 

4 Und YESHUA antwortete und sprach zu ihm: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeglichen Wort YEHOVAHS.

 

5 Und der Teufel führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der ganzen Welt in einem Augenblick

 

6 und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, welchem ich will.

 

7 So du nun mich willst anbeten, so soll es alles dein sein.

 

8 YESHUA antwortete ihm und sprach, tritt hinter mich, Satan: denn es steht geschrieben, Du sollst YEHOVAH ELOHEICHA anbeten, und ihm allein dienen.

 

9 Und er führte ihn gen Jerusalem und stellte ihn auf des Tempels Zinne und sprach zu ihm: Bist du ELOHIMS Sohn, so laß dich von hinnen hinunter

 

10 denn es steht geschrieben: Er wird befehlen seinen Engeln von dir, daß sie dich bewahren

 

11 und auf den Händen tragen, auf daß du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stößt.

 

12 YESHUA antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: Du sollst YEHOVAH ELOHEICHA nicht versuchen.

(der Teufel nimmt nie den Namen YEHOVAHS in seinen Mund! 1. Mose 3,14)

 

13 Und da der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang.

 

14 Und YESHUA kam wieder im RUACH HaKODESH nach Galiläa; und das Gerücht erscholl von ihm durch alle umliegenden Orte.

 

15 Und er lehrte in ihren Synagogen und ward von jedermann gepriesen.

 

16 Und er kam gen Nazareth, da er erzogen war, und ging in die Synagoge nach seiner Gewohnheit am Sabbattage und stand auf und wollte lesen.

 

17 Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch auftat, fand er den Ort, da geschrieben steht:

 

18 Der RUACH YEHOVAHS ist bei mir, darum, daß er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollten, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen,

 

19 und zu verkündigen das angenehme Jahr YEHOVAHS.

 

20 Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und aller Augen, die in der Synagoge waren, sahen auf ihn.

 

21 Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren.

 

22 Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: "Ist das nicht Josephs Sohn?"

 

23 Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet freilich zu mir sagen dies Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie große Dinge haben wir gehört, zu Kapernaum geschehen, Tue also auch hier, in deiner Vaterstadt!

 

24 Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist angenehm in seinem Vaterlande.

 

25 Aber in der Wahrheit sage ich euch: Es waren viele Witwen in Israel zu Elia's Zeiten, da der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monate, da eine große Teuerung war im ganzen Lande

 

26 und zu deren keiner ward Elia gesandt denn allein gen Sarepta, eine Stadt Sidons, zu einer Frau die Witwe war.

 

27 Und viele Aussätzige waren in Israel zu des Propheten Elisa Zeiten; und deren keiner wurde gereinigt denn allein Naeman aus Syrien.

 

28 Und sie wurden voll Zorns alle, die in der Synagoge waren, da sie das hörten,

 

29 und standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn auf einen Hügel des Berges, darauf ihre Stadt gebaut war, daß sie ihn hinabstürzten.

 

30 Aber er ging mitten durch sie hinweg.

 

31 Und er kam gen Kapernaum, in die Stadt Galiläas, und lehrte sie am Sabbat.

 

32 Und sie verwunderten sich seiner Lehre; denn seine Rede war gewaltig.

 

33 Und in der Synagoge war ein Mann, besessen mit einem Geist der unsauberen Dämonen; der schrie laut,

 

34 und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, YESHUA von Nazareth? Du bist gekommen uns zu verderben. Ich weiß wer du bist: der HaKODESH ELOHIMS.

 

35 Und YESHUA bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der Dämon warf ihn mitten unter sie und fuhr von ihm aus und tat ihm keinen Schaden.

 

36 Und es kam eine Furcht über sie alle, und redeten miteinander und sprachen: Was ist das für ein Ding? Er gebietet mit Macht und Gewalt den unsauberen Geistern, und sie fahren aus.

 

37 Und es erscholl sein Gerücht in alle Örter des umliegenden Landes.

 

38 Und er stand auf aus der Synagoge und kam in Simons Haus. Und Simons Schwiegermutter hatte ein hohes Fieber; und sie baten ihn für sie.

 

39 Und er trat zu ihr und gebot dem Fieber, und es verließ sie. Und alsbald stand sie auf und diente ihnen.

 

40 Und da die Sonne untergegangen war, brachten alle, die Kranke hatten mit mancherlei Seuchen, sie zu ihm. Und er legte auf einen jeglichen die Hände und machte sie gesund.

 

41 Es fuhren auch die Dämonen aus von vielen, schrien und sprachen: Du bist HaMASHIACH, der Sohn ELOHIMS! Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden; denn sie wußten, daß er HaMASHIACH war.

 

42 Da es aber Tag ward, ging er hinaus an eine einsame Stätte; und das Volk suchte ihn, und sie kamen zu ihm und hielten ihn auf, daß er nicht von ihnen ginge.

 

43 Er sprach aber zu ihnen: Ich muß auch andern Städten das Evangelium verkündigen vom KÖNIGREICH ELOHIMS; denn dazu bin ich gesandt.

44 Und er predigte in den Synagogen Galiläas.

 

 

 

Kapitel 5

 

 

 

1 Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drängte, zu hören das Wort ELOHIMS, daß er stand am See Genezareth

 

2 und sah zwei Schiffe am See stehen, die Fischer aber waren ausgetreten und wuschen ihre Netze.

 

3 Da bestieg er in eines der Schiffe, welches Simons war, und bat ihn, daß er's ein wenig vom Land abstiess. Und er setzte sich und lehrte das Volk vom Schiff aus.

 

4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre ins tiefe Wasser und werfet eure Netze aus, auf daß ihr einen Fang macht!

 

5 Und Simon antwortete und sprach zu ihm, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen.

 

6 Und da sie das taten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß.

 

7 Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, daß sie kämen und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Schiffe voll, also daß sie sanken.

 

8 Da das Simon Petrus sah, fiel er vor YESHUA auf die Knie und sprach, gehe von mir weg! denn ich bin ein sündiger Mensch, ADON!  

 

9 Denn es war ihn ein Schrecken angekommen, ihn und alle, die mit ihm waren, über diesen Fischzug, den sie miteinander getan hatten;

 

10 desgleichen auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gesellen. Und YESHUA sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen.

 

11 Und sie führten die Schiffe zu Lande und verließen alles und folgten ihm nach.

 

12 Und es begab sich, da er in einer Stadt war, siehe, da war ein Mann voll Aussatz. Da er YESHUA sah, fiel er auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: ADONI, willst du, so kannst du mich reinigen.

 

13 Und er streckte die Hand aus und rührte ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereinigt! Und alsobald ging der Aussatz von ihm.

 

14 Und er gebot ihm, daß er's niemand sagen sollte; sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Mose geboten, ihnen zum Zeugnis.

 

15 Es kam aber die Rede von ihm immer weiter hinaus, und es kam viel Volks zusammen, daß sie ihn hörten und durch ihn gesund würden von ihren Krankheiten.

 

16 Er aber entwich in die Wüste und betete.

 

17 Und es begab sich an einem Tag, daß er lehrte; und es saßen da die Pharisäer und Schriftgelehrten, die da gekommen waren aus allen Märkten in Galiläa und Judäa und von Jerusalem. Und die Kraft YEHOVAHS war in ihm um sie zu heilen.

 

18 Und, siehe, etliche Männer brachten einen Menschen auf seinem Bett, der war gichtbrüchig; und sie suchten, wie sie ihn hineinbrächten und vor ihn legten.

 

19 Und da sie vor dem Volk nichts fanden durch welchen Ort sie ihn hineinbrächten, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hernieder mit dem Bett mitten unter sie vor YESHUA.

 

20 Und da er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.

 

21 Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an, zu denken und sprachen: Wer ist der, daß er solche Lästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben ausser alleine ELOHIM!

 

22 Da aber YESHUA ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denket ihr in euren Herzen?

 

23 Welches ist leichter: zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle?

 

24 Auf das ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat, auf Erden Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Ich sage dir stehe auf und hebe dein Bett und gehe heim!

 

25 Und alsbald stand er auf vor ihren Augen und hob das Bett, worauf er gelegen hatte, und ging heim und pries ELOHIM.

 

26 Und sie entsetzten sich alle und priesen ELOHIM und wurden voll Furcht und sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.

 

27 Und darnach ging er aus und sah einen Zöllner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach!

 

28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach.

 

29 Und Levi richtete ihm ein großes Mahl zu in seinem Hause, und viele Zöllner und andere saßen mit ihm zu Tisch.

 

30 Und die Schriftgelehrten und Pharisäer murrten wider seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinket ihr mit den Zöllnern und Sündern?

 

31 Und YESHUA antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.

 

32 Ich bin gekommen zu rufen die Sünder zur Buße, und nicht die Gerechten.

 

33 Und sie sprachen zu ihm: Warum fasten des Johannes Jünger so oft und beten so viel, desgleichen der Pharisäer Jünger; aber deine Jünger essen und trinken?

 

34 Er sprach aber zu ihnen: Ihr könnt die Hochzeitsleute nicht zum fasten treiben, solange der Bräutigam bei ihnen ist.

 

35 Es wird aber die Zeit kommen, daß der Bräutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten.

 

36 Und er sagte zu ihnen ein Gleichnis: Niemand näht einen Lappen von einem neuen Kleid auf ein altes Kleid; sonst zerreißt er das neue, und der Lappen vom neuen passt nicht auf das alte.

 

37 Und niemand giesst Most in alte Schläuche; sonst zerreißt der Most die Schläuche und wird verschüttet, und die Schläuche kommen um.

 

38 Sondern den Most soll man in neue Schläuche giessen, so werden sie beide erhalten.

 

39 Und niemand will, wenn er alten getrunken hat, neuen, denn er spricht: Der alte ist milde.

 

 

 

Kapitel 6

 

 

 

1 Und es begab sich an einem Sabbat, daß er durchs Getreide ging; und seine Jünger rauften Ähren aus und aßen und rieben sie mit den Händen.

 

2 Etliche aber der Pharisäer sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was sich nicht ziemt zu tun an den Sabbaten?

 

3 Und YESHUA antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht das gelesen, was David tat, da ihn hungerte und die mit ihm waren?

 

4 wie er zur Stiftshütte ELOHIMS einging und nahm die Schaubrote und aß und gab auch denen, die mit ihm waren; die doch niemand essen durfte als die Priester allein?

 

5 Und er sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist auch der Sohn des Sabbats.

 

6 Es geschah aber an einem andern Sabbat, daß er in die Synagoge ging und lehrte. Und da war ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt war.  

 

7 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer lauerten darauf, ob er auch heilen würde am Sabbat, auf daß sie eine Sache wider ihn fänden, ihn zu verklagen.

 

8 Er aber merkte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen mit der dürren Hand: Stehe auf und tritt hervor! Und er stand auf und trat dahin.

 

9 Da sprach YESHUA zu ihnen: Ich frage euch: Was ziemt sich zu tun an den Sabbaten, Gutes oder Böses? das Leben erhalten oder verderben?

 

10 Und er sah sie alle umher an und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! und er tat's; da ward ihm seine Hand wieder zurechtgebracht, gesund wie die andere.

 

11 Sie aber wurden ganz verrückt und verabredeten sich untereinander, was sie YESHUA antun wollten.

 

12 Es begab sich aber zu der Zeit, daß er auf einen Berg ging um zu beten; und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet vor ELOHIM.

 

13 Und da es Tag ward, rief er seine Jünger und erwählte ihrer zwölf, welche er auch Apostel nannte:

 

14 Simon, welchen er Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus,

 

15 Matthäus und Thomas, Jakobus, des Alphäus Sohn, Simon genannt Zelotes,

 

16 Judas Jakobus und Judas Ischariot der Verräter.

 

17 Und er ging hernieder mit ihnen und trat auf einen Platz im Felde und der Haufe seiner Jünger und eine große Menge des Volks von allem jüdischen Lande und Jerusalem und Tyrus und Sidon, am Meer gelegen, die gekommen waren, die da gekommen waren, ihn zu hören und daß sie geheilt würden von ihren Krankheiten;

 

18 und die von unsauberen Geistern umgetrieben wurden, die wuren gesund.

 

19 Und alles Volk begehrte ihn anzurühren; denn es ging Kraft von ihm und er heilte sie alle.

 

20 Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid ihr Armen; denn das KÖNIGREICH ELOHIMS ist euer.

 

21 Selig seid ihr, die ihr hier hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig seid ihr, die ihr hier weint; denn ihr werdet lachen.

 

22 Selig seid ihr, so euch die Menschen hassen und euch absondern und schelten euch und verwerfen euren Namen als einen bösen um des Menschensohns willen.

 

23 Freut euch alsdann und hupfet; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Desgleichen taten ihre Väter den Propheten auch.

 

24 Aber dagegen weh euch Reichen! denn ihr habt euren Trost dahin.

 

25 Weh euch, die ihr voll seid! denn euch wird hungern. Weh euch, die ihr hier lachet! denn ihr werdet weinen und heulen.

 

26 Weh euch, wenn euch jedermann wohlredet! Desgleichen taten eure Väter den falschen Propheten auch.

 

27 Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebet eure Feinde; tut denen wohl, die euch hassen;

 

28 segnet die, so euch verfluchen und bittet für die, so euch beleidigen.

 

29 Und wer dich schlägt auf einen Backen, dem biete den anderen auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht auch den Rock.

 

30 Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das deine nimmt, da fordere es nicht wieder.

 

31 Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr.

 

32 Und so ihr liebet, die euch lieben, was für Dank habt ihr davon? Denn die Sünder lieben auch ihre Liebhaber.

 

33 Und wenn ihr euren Wohltätern wohltut, was für Dank habt ihr davon? Denn die Sünder tun das auch.

 

34 Und wenn ihr leiht, von denen ihr hoffet zu nehmen, was für Dank habt ihr davon? Denn die Sünder leihen den Sündern auch, auf daß sie Gleiches wiedernehmen.

 

35 Vielmehr liebet eure Feinde; tut wohl und leihet, daß ihr nichts dafür hoffet, so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig über die Undankbaren und Bösen.

 

36 Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

 

37 Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebet, so wird euch vergeben.

 

38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überfließend Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messet, wird man euch wieder messen.

 

39 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?

 

40 Der Jünger ist nicht über RABBO; wenn der Jünger ist wie RABBO, so ist er vollkommen.

 

41 Was siehst du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr?

 

42 Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und siehe dann zu, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest!

 

43 Denn es ist kein guter Baum, der faule Frucht trage, und kein fauler Baum, der gute Frucht trage.

 

44 Ein jeglicher Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man liest nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken.

 

45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus dem bösen Schatz seines Herzens. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.

 

46 Was heißet ihr mich aber ADONI, ADONI, und tut nicht, was ich euch sage?

 

47 Wer zu mir kommt und hört meine Rede und tut sie, den will ich euch zeigen, wem er gleich ist.

 

48 Er ist gleich einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf den Fels. Da aber Gewässer kam, da riß der Strom zum Hause zu, und konnte es nicht bewegen; denn es war auf den Fels gegründet.

 

49 Wer aber hört und nicht tut, der ist gleich einem Menschen, der ein Haus baute auf die Erde ohne Grund; und der Strom riß zu ihm zu, und es fiel alsbald, und das Haus gewann einen großen Riß.

 

 

 

Kapitel 7

 

 

 

1 Nachdem er aber vor dem Volk ausgeredet hatte, ging er gen Kapernaum.

 

2 Und ein Knecht eines Hauptmanns, den jener schätzte, lag krank und war am Sterben.

 

3 Da er aber von YESHUA hörte, sandte er die Ältesten der Juden zu ihm und bat ihn, daß er käme und seinen Knecht gesund machte.

 

4 Da sie aber zu YESHUA kamen, baten sie ihn mit Fleiß und sprachen: Er ist es wert, daß du ihm das zeigst;

 

5 denn er hat unser Volk lieb, und die Synagoge hat er uns erbaut.

 

6 YESHUA aber ging mit ihnen hin. Da sie aber nun nicht ferne von dem Hause waren, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Ach ADONI, bemühe dich nicht; ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest;

 

7 darum habe ich auch mich selbst nicht würdig geachtet, daß ich zu dir käme; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knecht gesund.

 

8 Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe Kriegsknechte unter mir und spreche zu einem: Gehe hin! so geht er hin; und zum andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das! so tut er's.

 

9 Da aber YESHUA das hörte, verwunderte er sich über ihn und wandte sich um und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden!

 

10 Und da die Gesandten wiederum nach Hause kamen, fanden sie den kranken Knecht gesund.

 

11 Und es begab sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viele mit ihm und viel Volks.

 

12 Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr.

 

13 Und da sie HaADON sah, jammerte ihn derselben, und er sprach zu ihr: Weine nicht!

 

14 Und er trat hinzu und rührte den Sarg an; und die Träger standen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf!

 

15 Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.

 

16 Und es kam sie alle eine Furcht an und sie priesen ELOHIM und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und, ELOHIM hat sein Volk erwählt.

 

17 Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegenden Länder.

 

18 Und es verkündigten Johannes seine Jünger das alles.

 

19 Und er rief zu sich zwei seiner Jünger und sandte sie zu  YESHUAH und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten?

 

20 Da aber die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt, sagend, Bist du es der da kommen wird, oder sollen wir auf einen anderen warten?

 

21 Zu derselben Stunde aber machte er viele gesund von Seuchen und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte ihnen das Augenlicht.

 

22 Und YESHUA antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkündiget Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein, die Tauben hören, die Toten stehen auf, den Armen wird das Evangelium gepredigt;

 

23 und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir.

 

24 Da aber Johannes Boten gegangen waren, fing er an zum Volk über Johannes zu reden: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das vom Winde bewegt wird?  

 

25 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen sehen in weichen Kleidern? Sehet, die in Herrlichen Kleidern und Lüsten leben, die sind an den königlichen Höfen.

 

26 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch wer da viel mehr ist als ein Prophet:

 

27 Es ist der, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Engel vor deinem Angesicht her, der da bereiten soll deinen Weg vor dir.

 

28 Denn ich sage euch, daß unter denen, die von Frauen geboren sind, kein größerer Prophet denn Johannes der Täufer ist; der Kleinste aber im KÖNIGREICH ELOHIMS, der ist größer als er.

 

29 Und alles Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben ELOHIM recht und ließen sich taufen mit der Taufe des Johannes.

 

30 Aber die Pharisäer und Schriftgelehrten verachteten ELOHIMS Rat. Selbst ließen sie sich von ihm nicht taufen.

 

31 Aber HaADON sprach: Wem soll ich die Menschen dieses Geschlechts vergleichen, und wem sind sie gleich? 

 

32 Sie sind gleich den Kindern, die auf dem Markte sitzen und rufen gegeneinander und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr habt nicht getanzt; wir haben euch geklagt, und ihr habt nicht geweint.

 

33 Denn Johannes der Täufer ist gekommen und aß nicht Brot und trank keinen Wein; so sagt ihr: Er hat einen Dämon.

 

34 Des Menschen Sohn ist gekommen, ißt und trinkt; so sagt ihr: Siehe, der Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, der Zöllner und Sünder Freund!

 

35 Und die Weisheit muß sich rechtfertigen lassen von allen ihren Kindern.

 

36 Es bat ihn aber der Pharisäer einer, daß er mit ihm äße. Und er ging hinein in des Pharisäers Haus und setzte sich zu Tisch.

 

37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt. Sie war eine Sünderin. Da sie vernahm, daß er zu Tische saß in des Pharisäers Hause, brachte sie ein Glas mit Salbe

 

38 und trat hinten zu seinen Füßen und weinte und fing an, seine Füße zu netzen mit Tränen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küßte seine Füße und salbte sie mit Salbe.

 

39 Da aber das der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüßte er, wer und welch eine Frau das ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin.

 

40 YESHUA antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: RABBI, sag doch!

 

41 Es hatte ein Gläubiger zwei Schuldner. Einer war schuldig fünfhundert Groschen, der andere fünfzig.

 

42 Da sie aber nicht hatten, zu bezahlen, schenkte er's beiden. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben?

 

43 Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht gerichtet.

 

44 Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehest du diese Frau? Ich bin gekommen in dein Haus; du hast mir nicht Wasser gegeben zu meinen Füßen; diese aber hat meine Füße mit Tränen genetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet.

 

45 Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber, nachdem sie hereingekommen ist, hat sie nicht abgelassen, meine Füße zu küssen.

 

46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt.

 

47 Derhalben sage ich dir: Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebt; welchem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.

 

48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben.

 

49 Da fingen die an, die mit zu Tische saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch Sünden vergibt?

 

50 Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden!

 

 

 

Kapitel 8

 

 

 

1 Und es begab sich darnach, daß er reiste durch Städte und Dörfer und predigte und verkündigte das Evangelium vom KÖNIGREICH ELOHIMS; und die zwölf mit ihm,

 

2 dazu etliche Frauen, die er gesund gemacht hatte von bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, die da Magdalena heißt, von welcher waren sieben Dämonen ausgefahren, 

 

3 und Johanna, die Frau Chusas, des Pflegers des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm Handreichung taten von ihrer Habe.

 

4 Da nun viel Volks beieinander war und sie aus den Städten zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis:

 

5 Es ging ein Säemann aus, zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel etliches an den Weg und ward zertreten und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf.

 

6 Und etliches fiel auf den Fels; und da es aufging, verdorrte es, darum daß es nicht Saft hatte.

 

7 Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's.

 

8 Und etliches fiel auf ein gutes Land; und es ging auf und trug hundertfältige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

 

9 Es fragten ihn aber seine Jünger und sprachen, was dies Gleichnis wäre?

 

10 Er aber sprach: Euch ist es gegeben, zu wissen das Geheimnis des KÖNIGREICHS ELOHIMS; den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hören.

 

11 Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort ELOHIMS.

 

12 Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; darnach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden.

 

13 Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel; eine Zeitlang glauben sie, und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab.

 

14 Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hören und gehen hin unter den Sorgen, Reichtum und Wollust dieses Lebens und ersticken und bringen keine Frucht.

 

15 Das aber auf dem guten Land sind, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.

 

16 Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt's mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf daß, wer hineingeht, das Licht sehe.

 

17 Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, das nicht kund werde und an den Tag komme.

 

18 So sehet nun darauf wie ihr zuhöret. Denn wer da hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, von dem wird genommen, auch was er meint zu haben.

 

19 Es gingen aber hinzu seine Mutter und Brüder und konnten vor dem Volk nicht zu ihm kommen.

 

20 Und es ward ihm angesagt: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen.

 

21 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die ELOHIMS Wort hören und tun.

 

22 Und es begab sich an der Tage einem, daß er in ein Schiff trat samt seinen Jüngern; und er sprach zu ihnen: Laßt uns über den See fahren. Und sie stießen vom Lande.

 

23 Und da sie schifften, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel auf den See, und die Wellen überfielen sie, und sie standen in großer Gefahr.

 

24 Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: RABBI, RABBI, wir verderben! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Woge des Wassers; und es ließ ab, und ward eine Stille.

 

25 Er aber sprach zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie fürchteten sich aber und verwunderten sich und sprachen untereinander: Wer ist dieser? denn er gebietet dem Winde und dem Wasser, und sie sind ihm gehorsam.

 

26 Und sie schifften fort in die Gegend der Gadarener, welche ist Galiläa gegenüber.

 

27 Als er aber an das Land gestiegen war, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte Dämonen aus der Vergangenheit und legte keine Kleider an und blieb in keinem Hause, sondern in den Gräbern.

 

28 Da er aber YESHUA sah, schrie er und fiel vor ihm nieder und rief laut und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, YESHUA, du Sohn ELOHIMS, des Allerhöchsten? Ich bitte dich, du wollest mich nicht quälen.

 

29 Denn er gebot dem unsauberen Geistern, daß er von dem Menschen ausführe. Denn er hatte ihn lange Zeit geplagt, und er ward mit Ketten gebunden und mit Fesseln gefangen, und zerriß die Bande und ward getrieben von den Dämonen in die Wüsten.

 

30 Und YESHUA fragte ihn und sprach: Wie heißest du? Er sprach: Legion; denn es waren viele Dämonen in ihn gefahren.

 

31 Und sie baten ihn, daß er sie nicht hieße in die Tiefe fahren.

 

32 Es war aber daselbst eine große Herde Säue auf der Weide auf dem Berge. Und sie baten ihn, daß er ihnen erlaubte in sie zu fahren. Und er erlaubte es ihnen.

 

33 Da fuhren die Dämonen aus von dem Menschen und fuhren in die Säue; und die Herde stürzte sich von dem Abhange in den See und ersoff.

 

34 Da aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkündigten es in der Stadt und in den Dörfern (Land).

 

35 Da gingen sie hinaus, zu sehen, was da geschehen war, und kamen zu YESHUA und fanden den Menschen, von welchem die Dämonen ausgefahren waren, sitzend zu den Füßen YESHUA, bekleidet und vernünftig, und erschraken.

 

36 Und die es gesehen hatten, verkündigten's ihnen, wie der Besessene war gesund geworden.

 

37 Und es bat ihn die ganze Menge des umliegenden Landes der Gadarener, daß er von ihnen ginge; denn es war sie eine große Furcht angekommen. Und er trat in das Schiff und wandte wieder um.

 

38 Es bat ihn aber der Mann, von dem die Dämonen ausgefahren waren, daß er bei ihm möchte sein. Aber YESHUA ließ ihn von sich und sprach:

 

39 Gehe wieder heim und sage, wie große Dinge dir ELOHIM getan hat. Und er ging hin und verkündigte durch die ganze Stadt, wie große Dinge ihm YESHUA getan hatte.

 

40 Und es begab sich, da YESHUA wiederkam, nahm ihn das Volk auf; denn sie warteten alle auf ihn.

 

41 Und siehe, da kam ein Mann mit Namen Jairus, der ein Oberster der Synagoge war, und fiel YESHUA zu den Füßen und bat ihn, daß er wollte in sein Haus kommen;

 

42 denn er hatte eine einzige Tochter bei zwölf Jahren, die lag in den letzten Zügen. Und da er hinging, drängte ihn das Volk.

 

43 Und eine Frau hatte den Blutgang zwölf Jahre gehabt; die hatte alle ihre Nahrung an die Ärzte gewandt, und konnte von niemand geheilt werden;

 

44 die trat hinzu von hinten und rührte seines Kleides Saum an; und alsobald stand ihr der Blutgang.

 

45 Und YESHUA sprach: Wer hat mich angerührt? Da sie aber alle leugneten, sprach Petrus und die mit ihm waren: MOREH, das Volk drängt und drückt dich, und du sprichst: Wer hat mich angerührt?

 

46 YESHUA aber sprach: Es hat mich jemand angerührt; denn ich fühle, daß eine Kraft von mir gegangen ist.

 

47 Da aber die Frau sah, daß es nicht verborgen war, kam sie mit Zittern und fiel vor ihm nieder und verkündigte vor allem Volk, aus welcher Ursache sie ihn hätte angerührt und wie sie wäre alsbald gesund geworden.

 

48 Er aber sprach zu ihr: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Gehe hin mit Frieden!

 

49 Da er noch redete, kam einer vom Gesinde des Obersten der Synagoge und sprach zu ihm: Deine Tochter ist gestorben; bemühe den MOREH nicht.

 

50 Da aber YESHUA das hörte, antwortete er ihm und sprach: Fürchte dich nicht, glaube nur, so wird sie gesund!

 

51 Da er aber in das Haus kam, ließ er niemand hineingehen denn Petrus und Jakobus und Johannes und des Kindes Vater und Mutter.

 

52 Sie weinten aber alle und klagten um sie. Er aber sprach: Weinet nicht, sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft.

 

53 Und sie verlachten ihn, wußten wohl, daß sie gestorben war.

 

54 Er aber trieb sie alle hinaus, nahm sie bei der Hand und rief und sprach: Kind, stehe auf!

 

55 Und ihr Ruach kam wieder, und sie stand alsobald auf. Und er befahl, man sollte ihr zu essen geben.

 

56 Und ihre Eltern entsetzten sich. Er aber gebot ihnen, daß sie niemand sagten, was geschehen war.

 

 

Kapitel 9

 

 

 

1 Er forderte aber die Zwölf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht über alle Dämonen und daß sie Seuchen heilen konnten,